Arbeitsmarktgipfel - Regierung sucht Termin seit knapp zwei Monaten

Die Regierung ist seit Anfang Mai auf Terminsuche für den geplanten Arbeitsmarktgipfel. Am 6. Mai hatten Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) angesichts der Rekordarbeitslosigkeit einen Jobgipfel angekündigt. Anfang Juni hieß es, "spätestens im Juli" soll der Gipfel stattfinden. Ein konkretes Datum gibt es auch drei Wochen später noch nicht.

Das Wirtschaftsministerium verwies auf APA-Anfrage am Freitag auf "laufende Gespräche" mit dem Sozialministerium. Die sogenannte Arbeitsmarkt-Enquete wird federführend vom Sozialministerium organisiert.

Die Fronten in Arbeitsmarktfragen gelten zwischen den Sozialpartnern als verhärtet. Die Wirtschaftskammer fordert flexiblere Arbeitszeiten und Wachstumsmaßnahmen, die Gewerkschaft drängt auf einen Überstunden-Euro, Reduktion der Normalarbeitszeit und einen leichteren Zugang zur sechsten Urlaubswoche.

Die Arbeitslosenzahlen sind in Österreich auf Rekordniveau und so hoch wie seit 60 Jahren nicht mehr. Auch für 2016 rechnen die Wirtschaftsforscher mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenrate. Die Arbeitslosenquote inklusive Schulungsteilnehmer belief sich Ende Mai auf 10,1 Prozent. Besonders dramatisch ist die Lage bei Personen mit Pflichtschulabschluss, bei dieser Gruppe lag die Arbeitslosenquote zuletzt bei 25 Prozent.

Arbeitsmarktgipfel finden in Österreich relativ selten statt. Im Jahr 2005 hatte der damalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) für den "Tag der Arbeit" am 1. Mai zu einem "Reformdialog für Wachstum und Beschäftigung in die Wiener Hofburg geladen. Ende Juli 2008 versammelte der damalige Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) angesichts des Konjunktureinbruchs unter anderem Sozialpartner und Wirtschaftsforscher in seinem Ministerium.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte