Arbeitsmarkt - Leitl gegen generelle Öffnung für Kroaten

Wien/Zagreb (APA) - Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl will den österreichischen Arbeitsmarkt erst in zwei Jahren für Kroaten öffnen, berichtet die "Presse" (Freitagsausgabe). Damit würde Österreich die maximal erlaubte Frist von sieben Jahren für die Abschottung des eigenen Arbeitsmarkts vom neuen EU-Mitgliedsland ausschöpfen. Dadurch würde die volle Freizügigkeit erst ab 1. Juli 2020 gelten.

Leitl begründet dies so: "Es geht nicht nur um Fachkräfte für Betriebe sondern auch um Stimmungslagen in der Bevölkerung, die die Politik wahrzunehmen hat." Dass Unternehmer wie die Hotelbesitzerin Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Sparte Tourismus in der Kammer, die Lage anders sehen und eine Öffnung fordern, kann Leitl nicht beeindrucken. Knappheit bei Fachkräften müsse man anders lösen, etwa über die Mangelberufsliste, die Rot-Weiß-Rot-Karte und Einzelgenehmigungen.

Leitl ist damit auf einer Linie mit der SPÖ und FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein. Auch AMS-Vorstand Johannes Kopf ist gegen eine generelle Öffnung. Der Abbau der hohen Arbeitslosigkeit in Österreich habe Priorität. Er schätzt, dass im ersten Jahr nach der Öffnung bis zu 10.000 zusätzliche Kroaten nach Österreich kommen würden.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker