Arbeitslosigkeit - Österreich im Juni weiter nur auf Rang sechs in EU

Österreich belegt im EU-Vergleich bei der Arbeitslosenrate weiterhin nur mehr Rang sechs. Gemeinsam mit Dänemark verzeichnete die Alpenrepublik bei den Juni-Zahlen eine Quote von 6,0 Prozent. In der Eurozone blieb die Arbeitslosigkeit laut jüngsten Daten von Eurostat vom Freitag mit 11,1 Prozent unverändert gegenüber dem Mai, auch die EU wies mit 9,6 Prozent keine Veränderung auf.

Schlecht sieht es im Jahresvergleich aus. Von Juni 2014 auf Juni 2015 musste Österreich gemeinsam mit Finnland den höchsten Anstieg bei der Arbeitslosigkeit hinnehmen. Die Rate stieg in Österreich von 5,7 auf 6,0 Prozent, in Finnland von 12,4 auf 12,7 Prozent.

Deutschland weist im Juni 2015 mit 4,7 Prozent die geringste Arbeitslosenquote im Juni auf. Dann folgen Tschechien (4,9 Prozent), Malta (5,5 Prozent), Großbritannien (5,6 Prozent, wobei diese Daten vom April stammen), Luxemburg (5,7 Prozent), Dänemark und ÖSTERREICH (je 6,0 Prozent), Estland (6,5 Prozent), Niederlande (6,9 Prozent), Ungarn und Rumänien (je 7,0 Prozent), Schweden (7,6 Prozent), Polen (7,7 Prozent), Litauen (8,5 Prozent), Belgien (8,6 Prozent), Slowenien (9,2 Prozent), Finnland (9,5 Prozent), Bulgarien (9,6 Prozent), Irland (9,7 Prozent), Lettland (9,9 Prozent), Frankreich (10,2 Prozent), Slowakei (10,8 Prozent), Portugal (12,4 Prozent), Italien (12,7 Prozent), Kroatien (15,3 Prozent), Zypern (16,2 Prozent), Spanien (22,5 Prozent) und Griechenland (25,6 Prozent).

Eurostat schätzt, dass im Juni in der EU insgesamt 23,296 Millionen Menschen arbeitslos waren, davon 17,756 Millionen im Euroraum. Gegenüber Mai fiel die Zahl der arbeitslosen Personen in der EU um 32.000, gleichzeitig stieg sie im Euroraum um 31.000.

Über ein Jahr betrachtet fiel die Arbeitslosenquote im Juni in 21 EU-Staaten, in fünf stieg sie an, in Frankreich und Zypern blieb sie unverändert. Die stärksten Anstiege von Juni 2014 auf Juni 2015 verzeichneten gemeinsam Finnland und Österreich. Die höchsten Rückgänge konnten Litauen (von 10,9 auf 8,5 Prozent), Spanien (von 24,5 auf 22,5 Prozent) und Portugal (von 14,3 auf 12,4 Prozent) verbuchen.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit lag Österreich im Juni mit 10,3 Prozent gemeinsam mit Dänemark auf dem vierten Platz hinter Deutschland (7,1 Prozent), Malta (10,0 Prozent) und Estland (10,1 Prozent). Die höchsten Quoten meldeten Griechenland (53,2 Prozent vom April), Spanien (49,2 Prozent), Italien (44,2 Prozent) und Kroatien (43,1 Prozent).

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder