Arbeitslosigkeit - Mitterlehner will Arbeitsmarkt-Gipfel

Wien - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will angesichts der zuletzt wieder gestiegenen Arbeitslosigkeit Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen. Die Regierungsspitze habe Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) um die Einberufung einer Arbeitsmarkt-Enquete gebeten, bei der u.a. internationale Experten geladen werden sollen, sagte Mitterlehner am Dienstag nach der Ministerrats-Sitzung.

Der Ressortchef verwies darauf, dass im April die Zahl der Arbeitslosen um Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,5 Prozent angestiegen sind. "Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Wir müssen diesen Trend stoppen", sagte er. Der Vizekanzler verwies darauf, dass die Arbeitslosigkeit in zahlreichen anderen EU-Ländern zuletzt gesunken sei - laut Eurostat im Vormonat in 14 Ländern.

Unter anderem soll laut Mitterlehner die "beschäftigungsnahe Vermittlung" am Arbeitsmarkt forciert werden. Das bedeutet, dass Schulungen von Arbeitslosen nicht mehr nur in Kursen, sondern praxisorientiert direkt in Betrieben durchgeführt werden - finanziert durch das AMS. Damit sollen sich die Chancen erhöhen, dass Betriebe die so geschulten Mitarbeiter dann auch als Arbeitskräfte behalten.

Außerdem plädierte Mitterlehner für eine konsequente Umsetzung einer sogenannten "Early Intervention Strategie", wie dies etwa in Deutschland bereits der Fall sei. Dort müsse man sich innerhalb von drei Tagen beim Arbeitsmarktservice melden, nachdem man einen Kündigung in Händen hält. Mit einer rascheren Ergreifung von Maßnahmen durch das AMS seien die Chancen auf Vermittlung in den Arbeitsmarkt größer, sagte der Minister. "Bei uns ist die Vermittlungsquote schlechter geworden", so der Vizekanzler, die durchschnittliche Dauer liege bei 116 Tagen - acht Tage länger als im Vorjahr. Angesetzt werden müsse auch bei der überregionalen Vermittlung.

Mit dem geplanten Arbeitsmarkt-Gipfel wolle man dem Thema "Öffentlichkeit geben", sagte Mitterlehner. Dazu sollen auch Experten aus anderen Ländern geladen werden.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) sagte, die Kunst sei es, die Rahmenbedingungen zu verbessern und sich an den guten internationalen Beispielen zu orientieren. Er sprach unter anderem Schwierigkeiten von jungen Arbeitssuchenden an, überhaupt in geregelte Arbeitsverhältnisse hineinzukommen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen