Arbeitslosigkeit im Februar - Hundstorfer: Mehr Ältere einstellen

Wien - Bei Älteren (50+) ist die Arbeitslosigkeit mit 14,6 Prozent deutlich gestiegen. Das Arbeitskräftepotenzial dieser Altersgruppe steigt durch geburtenstarke Jahrgänge sowie durch den verminderten Zugang in Pension. Per Saldo sei der derzeitige Anstieg des Arbeitskräftepotenzials allein auf diese Altersgruppe zurückzuführen. Die Unternehmen sollten mehr Ältere einstellen, fordert der Sozialminister.

Der Großteil davon (rund 80 Prozent der "zusätzlichen Älteren") bleibe einfach länger beschäftigt oder könne nach einem Arbeitsplatzverlust wieder eine neue Beschäftigung finden. Für zusätzliche 13.000 Personen im Alter von 50+ führe der Jobverlust allerdings zu Arbeitslosigkeit. Insgesamt waren Ende Februar 104.000 ältere Personen arbeitslos vorgemerkt. Davon gilt etwas mehr als ein Drittel als langzeitbeschäftigungslos.

Im Vorjahr wurden für knapp 16.000 Ältere im Rahmen der Beschäftigungsinitiative 50+ neue Erwerbschancen eröffnet, heuer sollen es deutlich mehr sein. Um allerdings die überdurchschnittliche Zunahme der Arbeitslosigkeit von Älteren nachhaltig zu stoppen, brauche es mehr Flexibilität bei der Finanzierung von entsprechenden Programmen und vor allem auch ein geändertes Einstellungsverhalten der österreichischen Unternehmen, fordert Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) in einer Aussendung.

Arbeitsmarktpolitik allein werde allerdings die gegenwärtige Entwicklung nicht drehen können. Damit die Arbeitslosenzahlen sinken müsse sich die österreichische und internationale Wirtschaft erholen.

Nach Wirtschaftssektoren gegliedert waren in der Warenproduktion (+6,6 Prozent) und am Bau (+6,8 Prozent) unterdurchschnittliche Zuwächse, in der Leiharbeit (+14,0 Prozent) ein überdurchschnittlicher Zuwachs an Arbeitslosen zu verzeichnen. Im Handel gab es im Februar um 11,6 Prozent mehr Arbeitslose als im Vorjahresmonat, im Gesundheits- und Sozialwesen 11,5 Prozent und im Tourismus um 9,8 Prozent mehr.

Ende Februar ist die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um 23.000 Personen gestiegen. Damit waren 3,463 Millionen. Personen unselbstständig beschäftigt, ein neues Rekordniveau für diese Jahreszeit.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker