Arbeitslosigkeit in Deutschland fällt 2015 auf 24-Jahres-Tief

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren gesunken. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Durchschnitt 2,795 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Das seien 104.000 weniger gewesen als 2014.

Noch weniger Erwerbslose gab es zuletzt 1991 mit durchschnittlich 2,6 Millionen. Durch die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit Höchstständen bei Erwerbstätigkeit und Beschäftigung beendete die BA das vergangene Jahr mit einem Überschuss von rund 3,7 Milliarden Euro.

Im Dezember stieg die Arbeitslosenzahl wie für die Jahreszeit üblich um 48.000 auf 2,681 Millionen. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosigkeit auch im Dezember weiter zurück. Saisonbereinigt gab es laut BA 14.000 Erwerbslose weniger. Banken-Volkswirte hatten einen Rückgang um 6000 erwartet. "Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt hält auch zum Jahresende an", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. "Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember allein aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen."

Für das neue Jahr rechnen Experten zunächst mit einer weiteren Abnahme der Erwerbslosigkeit. Im Jahresverlauf erwarten sie aber eine steigende Zahl von Arbeitslosen, wenn immer mehr Flüchtlinge nach einer Beschäftigung suchen. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten die Experten neue Höchststände bei der Zahl von Erwerbstätigen und Beschäftigten bei gleichzeitig steigender Arbeitslosigkeit, weil das Arbeitskräfteangebot stark steigt.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

Newsticker

EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

Newsticker

Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"