ALG - Auch Wiener FCG-Fraktion gegen Vermögenszugriff

Wien (APA) - Auch die Christgewerkschafter in Wien warnen vor einem Zugriff auf das Vermögen von Arbeitslosen. "Die Reform der Arbeitslosenversicherung darf sich nicht zur Armutsfalle für betroffene Arbeitnehmer entwickeln", sagte der Wiener FCG-Landesgeschäftsführer Fritz Pöltl am Freitag in einer Aussendung.

Die ÖAAB-FCG-Listengemeinschaft in der Arbeiterkammer spreche sich deshalb gegen den geplanten "staatlichen Griff in die Taschen und auf das Vermögen und das Eigentum von Arbeitssuchenden" aus. Denn die Digitalisierung werde in den nächsten Jahren einen gewaltigen Strukturwandel in vielen Bereichen mit sich bringen. Betroffen davon wären besonders die über 50-Jährigen, die sich im jahrzehntelangen Arbeitsleben Eigentum geschaffen hätten.

Dieses - ob auf einem Bankkonto, in Form eines Autos oder einer Eigentumswohnung - würde bei einer unverschuldeten Arbeitslosigkeit und dem Entfall des Arbeitslosengeldes vom Staat herangezogen werden. Für die ÖAAB-FCG Fraktion stehe die Schaffung von Eigentum aber an erster Stelle, weil dies die beste Armutsbekämpfung darstelle. "Wir sind für eine sinnvolle Reform, sagen aber ein deutliches Nein zu einem Abtausch von Notstandshilfe und Mindestsicherung", stellte Pöltl klar.

Auch würden Zeiten des Mindestsicherungsbezugs nicht für die Pension angerechnet. Zugleich werde das Partnereinkommen ebenfalls herangezogen. Außerdem wäre nicht mehr das AMS für die "somit ausgesteuerten" Arbeitslosen zuständig, sondern die Länder und Gemeinden, verwies er auf die damit zusammenhänge Verlagerung der Kosten.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi erwägt einen Börsengang seiner Musiksparte Universal Music Group. Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine sagte am Donnerstag, die ersten Vorbereitungen seien getroffen worden, um dem Aufsichtsrat die Vorteile eines Börsengangs der Plattenfirma vorzustellen. Die Vivendi-Aktien legten daraufhin um 1,5 Prozent zu.
 

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Vivendi erwägt Börsengang von Universal Music

Rotterdam/London (APA/Reuters) - Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever bekommt ungünstige Wechselkurse zu spüren. Der Umsatz gab im ersten Quartal um 5,2 Prozent auf 12,6 Mrd. Euro nach, wie der Hersteller von Dove-Seife oder Ben & Jerry's-Eiscreme am Donnerstag mitteilte. Bereinigt stiegen die Erlöse um 3,7 Prozent und damit etwa so stark wie erwartet.
 

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Unilever mit Umsatzrückgang - Aktienrückkauf geplant

Bern/Basel (APA/sda) - Der Schweizer Bundesrat hat von den Korruptionsvorwürfen der griechischen Justiz gegenüber Novartis Kenntnis genommen. Die Bundesverwaltung stehe mit Novartis für einen Informationsaustausch in Kontakt, schreibt er in seiner Antwort auf eine Interpellation. Die Schweiz engagiere sich auf nationaler und internationaler Ebene aktiv im Kampf gegen Korruption, betont der Bundesrat.
 

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Schweizer Bundesrat äußert sich zu Novartis-Korruptionsvorwürfen