Arbeitsklimaindex 2015: Burgenländer unzufrieden

Wien/Eisenstadt - Die Zufriedenheit der burgenländischen Arbeitnehmer ist im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr "massiv" gesunken. Das geht aus dem Arbeitsklimaindex hervor, den die Arbeiterkammer Burgenland (AK) zum achten Mal regional erheben hat lassen. Der Indexwert war seit 2009 kontinuierlich angestiegen. 2014 war der Wert mit 115 Punkten am höchsten. 2015 waren es nur noch 108 Punkte, hieß es am Donnerstag.

In den vergangenen Jahren lag der burgenländische Index deutlich über dem Österreichwert, sagte AK-Burgenland-Präsident Alfred Schreiner. "Doch 2015 erfolgte ein dramatischer Einbruch bei der Zufriedenheit der burgenländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, während der österreichweite Indexwert gleich blieb (106 Punkte, Anm. ). Im Burgenland ist der Druck am Arbeitsmarkt besonders groß, die Einkommen sinken. Die Situation für die Beschäftigten wird immer schwieriger." Das drücke sich im aktuellen Ergebnis aus, so Schreiner bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Die Rückgänge des Arbeitsklimaindexes im Burgenland werden laut Projektleiter Georg Michenthaler vom IFES-Instiut maßgeblich durch den steigenden Wirtschaftspessimismus verursacht. Auch die Wirtschaftskrise und die hohe Arbeitslosigkeit wirken sich negativ auf die Stimmung der heimischen Arbeitnehmer aus. Das zeige sich besonders, wenn es um die Einschätzung der Chancen auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz gehe, sollte der eigene verloren gehen. Knapp drei Viertel rechnen sich im Fall des Falles nur geringe Chancen für eine adäquate Arbeitsstelle aus. Auch Maturanten und Akademiker seien inzwischen mehrheitlich pessimistisch.

Die AK fordert anlässlich des Ergebnisses, den Andrang auf den Arbeitsmarkt zu reglementieren, da die Arbeitsmarktprobleme im Burgenland die Folge eines Überangebotes an Arbeitskräften seien. Ursache dafür ist laut Schreiner die innereuropäische Arbeitsmigration. Außerdem müsse es laut dem AK-Präsidenten eine "gesellschaftliche Verpflichtung" sein, in erster Linie in Österreich arbeitslos gemeldete Menschen einzustellen.

Für die Arbeitsklima-Studie wurden von Februar bis Dezember 2015 in vier Erhebungswellen 523 Arbeitnehmer im Burgenland befragt. Österreichweit wurden 4.784 Personen befragt.

Gießhübl/Wiener Neustadt (APA) - Die Food4you gmbh aus Gießhübl/NÖ, Betreiber der Restaurantkette Schnitzelhaus, hat nach Angaben der Gläubigerschutzverbände Creditreform und AKV vom Montag am Landesgericht Wiener Neustadt den Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens gestellt. Von der Insolvenz sind bis zu 150 Gläubiger und 44 Arbeitnehmer betroffen. Die Passiva betragen etwa 3,5 Mio. Euro.
 

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Schnitzelhaus-Betreiber hat Konkursverfahren beantragt

Wien (APA/sda) - Die MTH-Gruppe des Industriellen und früheren ÖVP-Obmanns Josef Taus ist auf Expansionskurs und steigt nun auch in den Schweizer Markt ein: Die MTH Retail Group hat heute, Montag, die Schweizer Office-World-Gruppe (OWiba AG) von Migros gekauft, teilte das Unternehmen mit. MTH Retail übernimmt demnach 100 Prozent der Anteile, sämtliche Mitarbeitender sowie die Verkaufsstellen von Office World.
 

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Taus-Gruppe MTH expandiert in die Schweiz

Wien (APA) - Österreichs Wirtschaft ist nach einem starken ersten Halbjahr auch im September gewachsen. Der Konjunkturindikator der Bank Austria stieg auf 3,8 Punkte, den höchsten Wert seit zehn Jahren. Im August waren es noch 3,4 Punkte. In den kommenden Monaten soll es weiter bergaufgehen. Der Wirtschaftsboom macht sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar.
 

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Wirtschaft boomt - Bank-Austria-Indikator steigt auf Zehn-Jahreshoch