Arbeiterkammer plant "Digitalisierungsoffensive" für Arbeitnehmer

Klagenfurt/Wien (APA) - Die Arbeiterkammer will in den kommenden Jahren eine "Digitalisierungsoffensive" für die Arbeitnehmer starten. Wie der Kärntner AK-Präsident Günther Goach am Mittwoch vor Journalisten erklärte, sei ein derartiges Programm nötig, denn nur so könnten die Menschen in der Arbeitswelt bestehen. 1,7 Millionen Euro pro Jahr will man dafür in Kärnten in die Hand nehmen.

Ein Ausbau dieses Weiterbildungsangebotes ist laut Goach das Gebot der Stunde, ohne entsprechende Fähigkeiten sei es sehr schwer, einen Job zu bekommen bzw. zu behalten. In den Digitalisierungsplänen der Regierung würden nämlich die Arbeitnehmer keine Rolle spielen. Das Konzept der Arbeiterkammer sei der Bundesregierung überreicht worden, die Reaktion darauf bezeichnete Goach als "verhalten".

Die Kärntner Arbeiterkammer wird bei ihrer Vollversammlung am (morgigen) Donnerstag ein Budget für 2019 in der Höhe von 28 Millionen Euro beschließen. Laut AK-Direktor Winfried Haider ist das um gut eineinhalb Millionen mehr als in diesem Jahr. Veantwortlich dafür sei die gute Konjunktur und die damit verbundene hohe Beschäftigung. Die von der Bundesregierung in den Raum gestellte Beitragskürzung für die Arbeiterkammer lehnt Goach kategorisch ab. Würde der Beitrag von 0,5 Prozent des Bruttolohnes um 0,1 Prozentpunkte gekürzt, bringe das den Arbeitnehmern durchschnittlich nur 1,40 Euro pro Monat, für die AK bedeute dies aber den Verlust eines Fünftels des Jahresbudgets.

Sollten derartige Kürzungen tatsächlich verordnet werden, könnte die AK viele Leistungen nicht mehr anbieten. Auf die Frage, ob man auf dieses Szenario vorbereitet sei, sagte Goach: "Wir haben alle Varianten durchgerechnet und die entsprechenden Pläne in der Schublade." Auch die Mitarbeiter seien über die möglichen Konsequenzen informiert, man habe eigens eine Mitarbeiterversammlung durchgeführt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte