Arbeiterkammer Niederösterreich warnt vor unseriösen Aufsperrdiensten

St. Pölten (APA) - Die Arbeiterkammer (AK) Niederösterreich warnt vor unseriösen Aufsperrdiensten. Monat für Monat gebe es Beschwerden über Kosten von bis zu 1.000 Euro für das Öffnen der Tür, wurde in einer Aussendung am Dienstag mitgeteilt. Skepsis geboten sei bei 0800er-Nummern. "Seriöse Firmen geben Auskunft über die Kosten und bestehen nicht auf Barzahlung", sagte AK-Konsumentenschützer Helmut Schafrath.

Unter 0800er-Nummern erfährt man laut AK den genauen Preis am Telefon trotz Nachfrage nicht, "schließlich müssten sich die Profis erst vor Ort ansehen, was zu tun ist, erklärt eine sympathische Frauenstimme. Innerhalb der nächsten Stunde erscheint der Aufsperrer, öffnet binnen Sekunden die zugefallene Tür und verlangt dafür 310 Euro", teilte die AK mit. In den Nachtstunden, an Sonn- und Feiertagen falle das Doppelte an. Ist ein neuer Schließzylinder notwendig, sei mit bis zu 1.000 Euro zu rechnen. Dahinter stecken laut den Konsumentenschützern oft Firmen aus Deutschland, "die nur Barzahlung akzeptieren und beim Versuch, zu intervenieren, längst über alle Berge sind".

"In Niederösterreich liegen die Preise für Schlosser bzw. Aufsperrdienste zwischen 7.00 und 17.00 Uhr zwischen 85 und 145 Euro für das Öffnen einer zugefallenen Tür", verwies Schafrath auf einen AK-Preisvergleich regionaler Unternehmen. In den Nachtstunden sei mit 115 bis 175 Euro zu rechnen, ähnlich wie an Wochenenden. Ist die Tür versperrt, steigen die Kosten laut AK je nach Tageszeit und Wochentag auf bis zu 210 Euro.

Die Arbeiterkammer rät dazu, einen Zweitschlüssel bei einer Vertrauensperson zu hinterlegen. Ist das nicht möglich, sollte man sich die Telefonnummer eines regionalen Schlossers, der Notdienste macht, im Handy einspeichern. Im Zweifelsfall könne man auch die Polizei kontaktieren und um Hilfe bitten.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder