Arbeiterkammer kritisiert abermals Handy-Spesendschungel

Wien - Die Arbeiterkammer (AK) ortet bei den heimischen Mobilfunkern ein wahres Spesendickicht. 59 unterschiedliche Nebenkosten haben AK-Tester bei acht Anbietern gefunden, etwa für Mahnungen, das Sperren von SIM-Karten oder das Abschalten der Mobilbox durch Servicemitarbeiter. Vier Anbieter haben zudem die Aktivierungskosten deutlich angehoben.

Angesehen hat sich die Arbeiterkammer A1, T-Mobile, tele.ring, Drei ("3"), Bob, Yesss!, Ge-org, und HoT, wie sie am Mittwoch mitteilte.

12 Spesenpositionen betrafen Rechnungen, Zahlungsverkehr und Mahnungen, beispielsweise müssen Konsumenten für den Umstieg von einem Einziehungsauftrag auf Zahlschein zahlen. Sieben Spesen bezogen sich auf Sperren und Entsperren etwa bei nicht bezahlter Rechnung. Zahlen müssen Kunden auch für die Aufhebung der Betreiberbindung und den Wechsel des Tarifs, ebenso, wenn ihnen ihre SIM-Karte gestohlen wurde. Ganze 28 Spesensätze zählte die AK für extra erbrachte Serviceleistungen, zum Beispiel die Rufumleitung durch Mitarbeiter des Mobilfunkunternehmens oder das Einschalten der Mehrwertdienstnummernsperre.

Die meisten Spesensätze, nämlich jeweils 34, haben laut Arbeiterkammer A1, T-Mobile und tele.ring. Drei hat 28 Posten. Die Diskontanbieter Yesss!, Bob, Ge-org und HoT kommen mit weniger (14 bis 16) aus, sie bieten aber manche Services gar nicht an.

Große Unterschiede gibt es auch bei der Höhe der Spesen. Eine erste Mahnung kostet laut AK zwischen 4,36 und 10 Euro, der Ersatz der SIM-Karte bei Diebstahl zwischen 2,20 und 30 Euro. Bei der Wunschnummer reicht der Preis von 25 bis 200 Euro.

Die AK kritisiert weiters, dass vier Anbieter (A1, T-Mobile, Drei und tele.ring) ihre Aktivierungskosten in die Höhe geschraubt haben: von 39,90 bis 49,90 auf 49,90 bis 69,99 Euro. Bob, Ge-org und HoT verlangen keine Aktivierungskosten.

Teuer kann es auch werden, wenn man die Betreiberbindung (SIM-Sperre) vor Ablauf der Mindestvertragsdauer aufheben will: das kostet bis zu 150 Euro. Ein Tarifwechsel kann sich mit bis zu 49,90 Euro zu Buche schlagen.

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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Agrarproduktion ging in EU um 2,8 Prozent zurück, Österreich mit Plus

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich Mittwoch bei der Präsentation ihrer Empfehlungen zu den Budgetentwürfen der Staaten für 2018 im Rahmen des Europäischen Semesters positiv über die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici jubelte über das beste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren. Das durchschnittliche Defizit im Euroraum werde 2018 weniger als ein Prozent betragen.
 

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EU-Kommission erfreut über bestes Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren

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