Arbeiter-Angestellten Angleichung: WKO im Clinch mit AK

Wien (APA) - Der Nationalratsbeschluss zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Grünen sorgt weiter für massiven Ärger in der Wirtschaftskammer, wo heute gleich mehrere Sparten ihren Unmut via Presseaussendungen kund taten. Und auch die Arbeitnehmervertreter klopften kräftig in die Tasten, allerdings um zu jubeln.

Arbeiterkammer-Präsident Rudi Kaske sprach von einer "richtigen und wichtigen" Entscheidung. Für GPA-Chef Wolfgang Katzian war der gestrige Donnerstag "ein guter Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer".

Etwas gedämpft viel die Freude bei der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) in Wien aus. Mit der Angleichung sei zwar eine Forderung der Gewerkschaften erfüllt worden, aber gleichzeitig sei die Sozialpartnerschaft "vor den Kopf gestoßen worden, so FCG-Landesgeschäftsführer Fritz Pöltl.

Ganz und gar nicht in Jubelstimmung sind die Sozialpartner von der Wirtschaftskammer. Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Sparte Tourismus, sieht in der Angleichung einen "unverantwortlichen, wahltaktischen Schnellschuss". Aus der Sicht von Alexander Klacska, Obmann der Sparte Transport, ist der gestrige Beschluss ein "Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Österreich". Von einem "harten Schlag für viele heimische Unternehmen" sprach Bau-Innungsmeister Hans-Werner Frömmel. Und der Kärntner Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl ortet gar einen "nächtlichen politischen Amoklauf".

Die Arbeitgebervertreter betonten aber auch, dass sie bei der Angleichung gestern, Donnerstag, noch einige "Giftzähne" ziehen konnten. Sie verweisen auf die Übergangsfristen bei Kündigungsschutz und Entgeltfortzahlung und auf die Ausnahmen für Branchen mit starken saisonalen Schwankungen, wie etwa die Baubranche.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne