Arabischer Investor Aabar will UniCredit-Beteiligung reduzieren

Der arabische Investor Aabar Investment, größter Aktionär der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit, will seine Unicredit-Beteiligung offenbar abstoßen oder zumindest deutlich reduzieren. Der Fonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) plane die Platzierung einer Anleihe, die in Anteile an der italienischen Großbank gewandelt werden könne, berichteten italienische Medien am Dienstag.

Diese Transaktion soll Aabar bis zu 2 Mrd. Euro einbringen. Damit will sich der Fonds liquide Mittel zu günstigen Bedingungen sichern, berichteten Medien. Auf diese Weise könnte Aabar seine Beteiligung an der Bank Austria-Mutter um bis zu 3 Prozent reduzieren.

Der Fonds hält aktuell 6,5 Prozent an der italienischen Großbank - das Aktienpaket ist derzeit rund 2,4 Mrd. Euro wert. Aabar ist mit zwei Mitgliedern im UniCredit-Aufsichtsgremium vertreten - darunter dem ehemaligen Ferrari-Chef Luca Cordero di Montezemolo. Der Fonds hatte erstmals bei der Kapitalerhöhung der UniCredit 2008 über Wandelanleihen in die Bank investiert.

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