Apple gerät wegen Problemen mit iPhones in die Defensive

(Reuters) - Apple bemüht sich nach der Häme über verbogene iPhone-Modelle und gravierende Probleme mit einem Software-Update um Schadensbegrenzung. Der kalifornische Konzern brachte in der Nacht zum Freitag eine neue Version seines Betriebssystems in Umlauf. Zuvor musste er eine frühere fehlerhafte Aktualisierung zurückziehen, weil Kunden nach der Installation nicht mehr telefonieren konnten und über zahlreiche andere Schwierigkeiten klagten. Die neue Version iOS 8.0.2 werde die jüngsten Ausfälle der Ausgabe 8.0.1 beheben, erklärte Apple.

Das Unternehmen brach gleichzeitig sein eisernes Schweigen zu im Internet kursierenden Fotos und Berichten, dass sich das neue Flaggschiff iPhone 6 Plus leicht verbiegt, wenn man es etwa in der Gesäßtasche einer engen Jeans trägt. "Bei normaler Nutzung ist ein verbogenes Telefon extrem selten. In den ersten sechs Tagen des Verkaufs haben sich insgesamt nur neun Kunden mit einem verbogenen iPhone 6 Plus an uns gewandt", erklärte eine Sprecherin. Apple hatte allein am vergangenen Wochenende zehn Millionen seiner beiden neuen iPhone-Modelle 6 und des größeren 6 Plus verkauft. Rückendeckung erhielt Apple von der Firma Goldgenie, die sich auf die Veredelung der Smartphones spezialisiert hat. Die Geräte könnten sich höchstens verbiegen, wenn sich jemand für lange Zeit darauf setze, erklärte Firmenchef Laban Roomes.

Apple-Aktien waren am Donnerstag wegen der Probleme um vier Prozent abgesackt. Dadurch hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley zwischenzeitlich rund 24 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren, zum Börsenschluss war es ein Minus von 23 Milliarden. Branchenexperten warfen die Frage auf, wie es Apple passieren könne, ein fehlerhaftes Software-Update auf die Kunden loszulassen. "Die Angelegenheit deutet darauf hin, dass Apple Probleme dabei hat, Dinge in die Tat umzusetzen", erklärte Alex Gauna von JMP Securities. "Die Probleme dürften zwar bald vorbei sein aber wir beobachten mit Sorge, dass sich die Fehler häufen." Mit dem iPhone 6 und 6 Plus will Apple dem südkoreanischen Rivalen Samsung Marktanteile im hart umkämpften Smartphone-Geschäft abjagen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne