Apple stoppte mit E-Mail Kursrutsch - Könnte Fall für Aufsicht werden

Wien/Cupertino (Kalifornien) - Mit einer simplen E-Mail an einen bekannten CNBC-Journalisten hat Apple-Chef Tim Cook seinem Konzern am Montag zu 60 Mrd. Dollar an geretteter Börsenkapitalisierung verholfen. Nun könnte Apple deswegen ins Visier der US-Finanzaufsicht SEC geraten. Nach Meinung von Anwälten hat Cook mit seiner E-Mail über das China-Geschäft des Computerkonzerns nämlich Veröffentlichungspflichten verletzt.

"Die SEC wird sich das zweifelsohne ansehen", zitiert der Börsennachrichtendienst MarketWatch Anwalt Thomas Gorman von der Kanzlei Dorsey & Whitney, die Firmen in SEC-Angelegenheiten vertritt. Am Ende werde die SEC Apple kontaktieren, um sich die Umstände der Veröffentlichung erklären zu lassen.

Laut Gesetz müssen Konzerne, die an der Börse notiert sind, kursrelevante Informationen allen Aktionären exakt zur gleichen Zeit zukommen lassen. Damit sollen Geschäfte, die auf Insiderwissen basieren, unterbunden werden.

Der Apple-Chef sorgte mit seiner E-Mail an James Cramer von CNBC am Montag für Begeisterung bei Börsianern. An dem Tag hatte es an den internationalen Börsen wegen der China-Sorgen ein wahres Kursgemetzel gegeben, auch die Apple-Aktie war von Panikverkäufen betroffen und sackte kurz nach Eröffnung der Wall Street um fast 14 Prozent ins Minus.

Cook wollte offenbar den Kursrutsch stoppen. Er schrieb Cramer, dass er jeden Tag, "auch heute in der Früh", Updates zu China bekomme. Im Juli und August sei das China-Geschäft von Apple stark gewachsen. In den vergangenen Wochen habe sich die Zunahme von iPhone-Aktivierungen sogar beschleunigt, und in den vergangenen zwei Wochen hätten die Verkäufe im chinesischen App-Store ihr bisheriges Jahreshoch erreicht. "Offensichtlicherweise kann ich die Zukunft nicht vorhersagen, aber unsere bisherige Performance macht Mut", so Cook.

Cramer, der nebenbei auch ein Portfolio managt, das Apple-Aktien beinhaltet, und außerdem den einflussreichen Internet-Börsendienst TheStreet.com gründete, verlas die E-Mail im Fernsehen, kurz danach stellte sie der TV-Sender auf Twitter.

Die Apple-Aktie beendete binnen kürzester Zeit ihren Tiefflug, schoss zeitweise sogar ins Plus. Sie ging mit einem vergleichsweise kleinen Minus von 2,5 Prozent aus dem Handel. Vom tiefsten Punkt an dem Tag wurden damit 60 Mrd. Dollar (52 Mrd. Euro) an Börsenwert gutgemacht.

Insgesamt hat die Apple-Aktie in den vergangenen drei Monaten 20 Prozent verloren. Am Mittwochnachmittag (europäischer Zeit) kostete die Aktie an der Börse 103,7 Dollar, das war ein Tagesplus von 0,6 Prozent. Vor einem Monat waren es noch knapp 130 Dollar gewesen.

Luxemburg (APA/dpa) - Die Sozialminister def EU-Staaten haben am Montag stundenlang um die Verschärfung der Regeln gegen Sozialdumping gerungen. Auf dem Tisch lag die Reform der sogenannten Entsenderichtlinie, die den Einsatz von Beschäftigten über Grenzen hinweg in anderen EU-Ländern regelt. Die oft schlecht bezahlten EU-Ausländer sollen künftig grundsätzlich genauso entlohnt werden wie einheimische Beschäftigte.
 

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Zähes Ringen um neue EU-Regeln gegen Sozialdumping

Budapest (APA/dpa) - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat Ost-Mitteleuropa zur "migrantenfreien Zone" erklärt. Die EU und einige ihrer wichtigen Mitgliedsstaaten seien von einem nicht näher bezeichneten "Spekulanten-Imperium" in Geiselhaft genommen worden, sagte Orban am Montag in einer Rede in Budapest.
 

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Orban erklärt Ost-Mitteleuropa zur "migrantenfreien Zone"

Washington (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump will beim anstehenden China-Besuch seinen Kollegen Xi Jinping dazu auffordern, im Atomstreit mit Nordkorea mehr Druck auf die Führung in Pjöngjang auszuüben. Dazu gehörten die vollständige Umsetzung der UN-Sanktionen sowie zusätzliche bilaterale Schritte, sagte ein Vertreter des US-Präsidialamts am Montag.
 

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Trump will in China über Handel und Nordkorea sprechen