Apfelernte in OÖ mit minus 20 Prozent - Große Frostschäden

Linz (APA) - Die Apfelernte ist heuer in Oberösterreich fast durchschnittlich ausgefallen. Während österreichweit rund zwei Drittel der Tafeläpfel dem Frost zum Opfer fielen, hielten sich in Oberösterreich die Verluste mit etwa 20 Prozent in Grenzen, teilte die Landwirtschaftskammer Oberösterreich in einer Presseaussendung am Dienstag mit.

In Oberösterreich wurden etwa 10.000 Tonnen Tafeläpfel eingebracht, etwa 2.000 weniger als in einem durchschnittlichen Jahr. Allerdings gab es große Unterschiede in den Lagen: rund um Linz und im nördlichen Eferdinger Becken gab es stärkere Fröste und somit Ausfälle bis zu 70 Prozent, berichtete Obstbaureferent Heimo Strebl im APA-Gespräch. Besser waren die Bedingungen im Voralpenland und im Gebirge. Dort konnte beinahe eine normale Ernte erzielt werden. Schlimm erwischt habe es den Süden, die Steiermark, Burgenland und Kärnten, wo es Ausfälle bis zu 100 Prozent zu beklagen gab. Insgesamt werden in Österreich im Jahr 160.000 bis 170.000 Tonnen Tafeläpfel geerntet. Die verbreitetsten Sorten sind Gala, Elstar und Jonagold, gefolgt von Braeburn und Idared.

Beim Streuobst kam es durch Frost und Schnee während der Hauptblütezeit zu großen Ertragsausfällen von 70 bis 80 Prozent, vor allem bei Birnen. In Oberösterreich gibt es rund 15.000 Hektar Streuobstfläche, es ist neben Teilen Niederösterreichs das Bundesland mit der größte Dichte. Das Streuobst wird fast zur Gänze zu Saft oder Most gepresst, aber auch 20 Prozent der Tafeläpfel werden zu direkt gepresstem Apfelsaft verarbeitet. Die Ausfälle machen sich im Handel nicht 1:1 bemerkbar, erklärte Strebl. Die spezialisierten Most- und Saftbetriebe würden einfach großräumiger Obstmengen einsammeln, die sonst etwa in nicht beernteten Flächen liegen blieben und damit einen Ausgleich schaffen. In der Industrie geschehe dies durch Importe. In Oberösterreich gibt es rund 400 bäuerliche Direktvermarkter, die Säfte ab Hof oder auf Bauernmärkten anbieten.

Direktsaft vom Bauernhof wird gepresst, meist pasteurisiert und entweder geklärt oder naturtrüb abgefüllt. Es werden keine Aroma- und Farbstoffe zugesetzt. Um auch Kinder auf den gesunden Geschmack zu bringen, bietet das Ländliche Fortbildungsinstitut der Kammer Getränkeworkshops für Kinder, in denen gemeinsam mit einer Seminarbäuerin Fragen zu Getränken erörtert werden. Im Praxisteil werden eigene Drinks kreiert.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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