Anzengruber: Setzen Kostensenkung und Effizienzsteigerung fort

Der Stromkonzern Verbund wird seine Bemühungen um Kostensenkung und Effizienzsteigerung angesichts des verzerrten Marktes mit extrem niedrigen Großhandelspreisen fortsetzen. Das kündigte Generaldirektor Wolfgang Anzengruber am Mittwoch in der Hauptversammlung an.

Auch Verbund-Aufsichtsratschef Gilbert Frizberg nannte den Strommarkt angesichts von Eingriffen wie den Ökostrom-Förderungen "verzerrt". Der gesamte Markt leide darunter, und die Branche befinde sich in einer ganz schwierigen Situation.
Die klassischen Erzeugungsinvestitionen sind beim Verbund gesunken, Geld wird im wesentlichen nur noch in Effizienzsteigerungen und in die Netze gesteckt, sagte Anzengruber. Bei 22 Euro je Megawattstunde Marktpreis decke gegenwärtig keine Form der Stromerzeugung die Vollkosten, das sei schon eine "Skurrilität". Ein System, das nur auf der Förderung von Erneuerbaren Energien basiere, werde nicht aufrecht erhalten werden können.
Der Verbund werde es schaffen, auch mit diesen Rahmenbedingungen zu Rande zu kommen, selbst im schwierigen Vorjahr habe man EBITDA und Konzernergebnis gesteigert, so Anzengruber. "Der Verbund hat keine Großbaustellen mehr", betonte er. "Wir können uns mit Effizienzsteigerungen und der Zukunft beschäftigen."
Den Weg zum CO2-freien Stromproduzenten werde der Verbund weitergehen, so Anzengruber. Schon heute sei die vom Verbund erzeuge Elektrizität zu 93 Prozent CO2-frei, und dieser Anteil werde - durch den Wegfall Dürnrohrs - heuer weiter steigen.
Die Umweltorganisation Global 2000 begrüßte am Mittwoch den vom Verbund bis 2020 geplanten Ausstieg aus fossiler Stromerzeugung. Derzeit verstrome der Verbund aber noch nach wie vor große Mengen an Kohle. Das klare Enddatum sei daher zu begrüßen; es zeige, dass sich konzernintern die vernünftigen Kräfte durchgesetzt hätten, so der Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller in einer Aussendung.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne