Ansage von saudischem Kronprinz: Ölpreise sinken deutlich

New York/London - Die Ölpreise haben am Freitag nach Äußerungen eines saudischen Kronprinzen deutlich nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am späten Nachmittag 38,76 US-Dollar (34,05 Euro) und damit um 1,57 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai sank um 1,36 Dollar auf 36,98 Dollar.

Eine baldige Beschränkung der Fördermengen wichtiger Öl exportierender Staaten ist nach Aussagen des stellvertretenden Kronprinzen Mohammed bin Salman unwahrscheinlicher geworden. Saudi-Arabien werde seine Fördermenge nur dann einfrieren, wenn der Iran und andere Ölförderländer dies auch tun, sagte der Prinz in einem am Freitagmittag veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Nach der Veröffentlichung gaben die Ölpreise um jeweils über 1,5 Prozent nach.

Für Mitte April ist ein Treffen wichtiger Förderländer geplant, bei dem über mögliche Produktionsbeschränkungen gesprochen werden soll. Dass der Iran eine Förderbeschränkung mitmacht, gilt unter Experten aber als sehr unwahrscheinlich. Schließlich sind gerade erst internationale Sanktionen gegen den Iran beendet worden, die dem Land erstmals seit Jahren erlauben, die Produktion ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau wieder hochzufahren. Der insgesamt robust ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht bewegte die Ölpreise in diesem Umfeld kaum.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London