Annektierte Krim wählt erstmals nach russischem Recht

Sewastopol (APA/dpa) - Sechs Monate nach ihrer Annexion durch Russland hat die Schwarzmeerhalbinsel Krim erstmals ein Parlament nach russischem Recht gewählt. Mit der Abstimmung vollende die Krim ihre "Integration als Teil Russlands", sagte Republikchef Sergej Aksjonow am Sonntag der Agentur Interfax zufolge in Simferopol. Die Ukraine, die EU und die USA sehen die Wahl als illegal.

Sie verurteilen die Annexion der Krim durch Russland als Bruch des Völkerrechts. In der Großstadt Sewastopol, seit mehr als 200 Jahren Heimat der russischen Schwarzmeerflotte, gab es zudem Stadtratswahlen. Die Wahlen machten deutlich, dass der Prozess der Wiedervereinigung mit Russland unumkehrbar sei, sagte Aksjonow.

Die Kremlpartei Geeintes Russland, der Aksjonow beigetreten ist, hoffte auf einen Sieg bei den Wahlen. Nach ihrer Aufnahme als Teil Russland hatten die Behörden der Teilrepublik den Rubel als Währung sowie die Gesetze Moskaus eingeführt - teils unter Problemen.

Von den mehr als zwei Millionen Einwohnern der Krim sind knapp 60 Prozent Russen und etwa 25 Prozent Ukrainer. Zudem siedelten sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion rund 250.000 Krimtataren dort an. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Sowjetdiktator Josef Stalin die Tataren unter dem Vorwurf deportieren lassen, sie hätten mit den Nazis kollaboriert.

Einer der Führer der Krimtataren, Refat Tschubarow, rief zum Wahlboykott auf. Die Minderheit werde von den prorussischen Behörden unter Druck gesetzt, klagte er. "Das ist keine Wahl, sondern nur die Imitation einer Wahl", sagte Tschubarow.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen