Angst vor Cyberkriminalität in der Wirtschaft auf dem Vormarsch

Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen und Feuer - davor haben Unternehmer ihr Geschäft betreffend am meisten Angst. Wie das Allianz Risk Barometer 2015, basierend auf der Befragung von 516 Experten und Unternehmern aus 47 Ländern im Industrie- und Firmenversicherungsbereich, zeigt, ist die Furcht vor Cybercrime auf dem Vormarsch.

Wien. In Österreich schätzen Wirtschaftstreibende Naturkatastrophen (63 Prozent) als größtes Risiko für das Geschäftsleben ein, gefolgt von Cyberkriminalität sowie Betriebs- und Lieferunterbrechungen (beide 44 Prozent). Letzteres rangiert international mit 46 Prozent auf dem ersten Rang der größten Geschäftsrisiken.

Cyberkriminalität und IT-Ausfälle machten weltweit innerhalb der zehn größten Unternehmerrisiken den weitesten Sprung nach vorne und befinden sich mit 17 Prozent auf Position fünf (Vorjahr: Platz acht). Naturkatastrophen gelten weltweit als das zweitgrößte Risiko (30 Prozent), die Gefährdung durch Feuer und Explosionen befindet sich mit 27 Prozent auf Rang drei.

Das Risiko "Änderungen in der Gesetzgebung und Regulierung" wird als die viertgrößte Gefahr gesehen (18 Prozent). Reputationsschäden gelten aktuell als das sechstgrößte Geschäftsrisiko. Marktstagnation oder ein Wirtschaftsabschwung (Position sieben) werden ebenso wie ein verschärfter Wettbewerb (Position acht) im Vergleich zu 2014 als weniger bedrohlich eingestuft.

Gesamtwirtschaftliche Veränderungen werden laut dieser Ende 2014 durchgeführten Umfrage im Vergleich zum Vorjahr als weniger risikoreich eingeschätzt: Sparprogramme fielen um fünf Positionen und belegen im aktuellen Ranking Platz 17, Marktschwankungen sind heuer nicht mehr unter den Top 20 zu finden.

Mit 63 Prozent - ein mehr als doppelt so hoher Wert wie international - schätzten Österreichs Befragte Naturgefahren als größtes Geschäftsrisiko ein. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Wert um 20 Prozentpunkte zugelegt. Der deutliche Anstieg ist unter anderem auf die Ereignisse der vergangenen Jahre zurückzuführen - wie etwa das Hochwasser 2013, bei dem branchenweit versicherte Schäden in der Höhe von rund 250 Mio. Euro entstanden sind, erklärte Werner Müller, Vorstand und Chief Risk Officer der Allianz Gruppe in Österreich.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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