Andritz - 2014 klares EBIT-Plus nach schwachem Vorjahr gesehen

Nach einem stark durch negative Einmaleffekte belasteten Geschäftsjahr 2013 erwarten Analysten für die Gesamtjahresergebnisse 2014 der Andritz wieder deutliche Steigerungen bei den operativen Ergebnissen sowie beim Nettogewinn. Auftragseingang und Umsatz dürften sich indessen flach entwickeln. Der Anlagenbauer wird am Donnerstag seine Zahlen vorlegen.

Befragt wurden die Experten der Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB), Baader Bank, Commerzbank und der Citigroup. Im Schnitt wird mit einem minimalen Umsatzwachstum zum Vorjahr von einem Prozent auf 5,77 Mrd. Euro gerechnet. Auch für die Auftragseingänge wird ein moderates Plus von neun Prozent gesehen.

Dagegen werden auf operativer Ebene deutliche Verbesserungen prognostiziert. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) dürfte um klare 75 Prozent zum Vorjahresniveau auf durchschnittlich 447,7 Mio. Euro zulegen. Noch stärker wird der Zuwachs beim Betriebsergebnis (EBIT) gesehen, welches sich laut den Analystenschätzungen im Jahresvergleich von 89,8 Mio. auf 292,0 Mio. Euro mehr als verdreifachen könnte. Auch beim Nettogewinn von 204,6 Mio. Euro wird ein Plus in dieser Größenordnung erwartet.

Die Experten der Erste Group begründen die starken Ergebnissteigerungen mit negativen Einmaleffekten, welche im Vorjahr auf der Andritz-Bilanz gelastet hatten. Das Jahr 2013 war deutlich von hohen Rückstellungen für das Strukturverbesserungsprogramm für den damals neu übernommenen Schuler-Konzern sowie durch Projektkostenüberschreitungen in Uruguay belastet worden. Nun seien die Probleme in mit dem Zellstoffwerk in Montes del Plata aber gelöst und für Schuler wurden weniger Vorsorgen gebraucht als zunächst angenommen, erklären die Erste-Analysten.

Beim Ausblick auf das laufende Jahr 2015 rechnen die Experten der UBS und der Baader Bank mit der Ankündigung einer moderaten Umsatzsteigerung. Die Citigroup-Analysten hoffen zudem auf einen Ausblick zu den Effekten des schwachen Euro, des sinkenden Ölpreises und der sich erholenden Eurozonen-Konjunktur auf die Geschäfte des Anlagenbauers.

Andritz - Analystenschätzungen für das Geschäftsjahr 2014 (in Mio. Euro):

~ Andrit Erste Baader Commerz Citigro RCB Schnitt Vorjahr Verände z Group bank up rung Auftra 6.071, 6.091, 5.935,0 n.v. 6.269,8 6.091,9 5.611,0 9% gseing 6 2 ang Umsatz 5.784, 5.803, 5.675,0 5.830,0 5.768,1 5.772,2 5.710,8 1% 4 3 Ebitda 450,1 n.v. 433,0 n.v. 460,1 447,7 255,2 75% Ebit 286,6 279,3 266,0 332,0 296,1 292,0 89,8 225% Nettog 200,5 n.v. 185,0 224,0 209,0 204,6 66,6 207% ewinn * ~

(*) Nach Minderheiten

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

Newsticker

Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

Newsticker

Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

Newsticker

Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker