AMS: Weitere 30.000 Asylberechtigte suchen heuer Jobs

Das Arbeitsmarktservice (AMS) rechnet heuer mit rund 30.000 weiteren Asylberechtigten, die auf den österreichischen Arbeitsmarkt drängen. Im Schnitt waren 2015 rund 17.300 Asylberechtigte auf Jobsuche. Am kommenden Dienstag, 12. Jänner, präsentieren Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und AMS-Vorstand Johannes Kopf die Ergebnisse des "Kompetenzchecks" von anerkannten Flüchtlingen in Wien.

Weiters wollen Hundstorfer und Kopf spezielle Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration von Asylberechtigen in Österreich und Deutschland vorstellen. "Wie lang die Jobsuche dauert und ob die Integration in den Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit gelingen kann, hängt vor allem von der Qualifikation der Flüchtlinge ab", heißt es in der Einladung zum Pressegespräch. Die Anzahl der arbeitslosen Flüchtlinge hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel auf rund 21.000 erhöht. Am kommenden Dienstag sind auch Raimund Becker, Vorstand Regionen der deutschen Bundesagentur für Arbeit, und die Wiener AMS-Chefin Petra Draxl bei der Pressekonferenz mit dabei.

Das AMS Wien hat seit September in sogenannten "Kompetenzchecks" die Qualifikation der Asylberechtigen untersucht. Ziel dieser Maßnahme war festzustellen, welche Qualifikationen und Fähigkeiten Flüchtlinge besitzen. Die Anerkennung bereits erlernter beruflicher Kompetenzen soll auch schneller erfolgen bzw. soll der Schulungsbedarf definiert werden. Für Aufregung sorgten nach Geschlechtern getrennte Kurse beim Kompetenzcheck. Das Arbeitsmarktservice verteidigte die Geschlechtertrennung damit, dass dies im Sinne der Frauen sei, deren spezifischen Bedürfnissen man so am besten gerecht werden könne.

Wirtschaftsforscher erwarten für heuer keinen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Österreich. Die erweiterte Arbeitslosenquote inklusive Schulungsteilnehmer lag im Dezember laut Wifo mit annähernd 12 Prozent auf Rekordniveau. Allerdings geht das Wifo auch davon aus, dass sie Ausgaben für Betreuung und Grundversorgung von Asylsuchenden sowie für die bedarfsorientierte Mindestsicherung die öffentlichen und privaten Ausgaben ankurbeln werden.

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission wappnet sich für die Verhängung möglicher Gegenzölle auf US-Produkte, falls die Europäische Union nicht von US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen wird. Am Freitag informierte die Brüsseler Behörde offiziell die Welthandelsorganisation WTO darüber, dass sie zur Verhängung von Gegenmaßnahmen bereit sei, wie die Kommission mitteilte.
 

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EU meldet Vergeltungszölle gegen USA bei WTO an

Tokio (APA/Reuters) - Japan will die US-Zölle auf Stahl und Aluminium unter Umständen nicht hinnehmen. Man behalte sich das Recht vor, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, erklärte das Außenministerium am Freitag in Tokio. Demnach wurde auch die Welthandelsorganisation darüber informiert. Eine Umsetzung der Gegenmaßnahmen hänge von weiteren Schritten der USA und ihre potenziellen Auswirkungen auf japanische Firmen ab.
 

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Japan erwägt Maßnahmen gegen US-Zölle auf Stahl und Aluminium

Wien/Valletta (APA) - Malta ist neben Gibraltar die europäische Hochburg für Online-Glücksspiel. Fast 300 Online-Casinos und -Wettfirmen sind auf der Insel registriert und bedienen von dort aus Kunden in allen EU-Staaten. Die maltesische Glücksspielbehörde überwacht den Sektor aber kaum, er ist seit langem im Griff der italienischen Mafia.
 

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Digitale Glücksspielhochburg Malta im Griff der italienischen Mafia