Amazon prüft Übernahme von indischem Rivalen Flipkart - Medien

Seattle (APA/Reuters) - Amazon prüft einem Medienbericht zufolge ein Angebot für den indischen Internethändler Flipkart, an dem auch der US-Einzelhandelsgigant Wal-Mart interessiert ist. Es sei wahrscheinlicher, dass ein Geschäft mit Wal-Mart zustande komme, berichtete die lokale Tageszeitung "Mint" am Mittwoch unter Berufung auf Insider.

Wal-Mart will sich mit der Sache vertrauten Personen zufolge eine Beteiligung über 40 Prozent an Flipkart sichern und damit Amazon in der drittgrößten asiatischen Volkswirtschaft herausfordern. Dem Zeitungsbericht zufolge könnte der Deal Flipkart mit 21 Mrd. Dollar (17 Mrd. Euro) bewerten. Die beteiligten Unternehmen äußerten sich nicht dazu.

Flipkart wurde 2007 von zwei ehemaligen Amazon-Angestellten gegründet und kontrolliert mittlerweile den Marktforschern von Forrester zufolge fast 40 Prozent des indischen Online-Einzelhandels. Damit liegt Flipkart in Indien noch vor Amazon. Der Deal mit Wal-Mart würde Flipkart im Abwehrkampf gegen Amazon stärken. Auch Wal-Mart würde sich damit stärker gegen den US-Onlinehändler positionieren, der dem stationären Einzelhandel immer mehr Umsatz wegschnappt. Die Supermarktkette hat zuletzt mit einem drastischen Ausbau ihres Lieferservices für Lebensmittel in den USA Amazon den Kampf angesagt.

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver