Amazon kauft Überwachungskamera-Start-up für eine Milliarde

San Francisco (APA/Reuters) - Amazon will an die Tür seiner Kunden. Der weltgrößte Onlinehändler übernimmt das US-Start-up Ring, das für seine Überwachungskameras und Video-Gegensprechanlagen bekannt ist. Insidern zufolge legt Amazon mehr als eine Mrd. Dollar auf den Tisch.

Damit gehört Ring nach dem 13,7 Mrd. Dollar (11,14 Mrd. Euro) schweren Kauf der US-Biosupermarktkette Whole Foods zu den teuersten Akquisitionen des Konzerns, der immer stärker darauf setzt, künftig die Bestellungen von Kunden direkt in die Wohnungen zu liefern und dafür gleich noch die notwendigen Schlösser und Überwachungskameras anbietet. Amazon wollte sich am Dienstagabend zum Preis nicht äußern.

"Jetzt, wo Amazon immer aggressiver auf die Lebensmittel-Zustellung setzt, glauben wir, dass die intelligenten Sicherheitsgeräte ein wichtiger Faktor sind, um die Benutzerakzeptanz zu erhöhen", schrieb Analyst Colin Sebastian vom Finanzdienstleister Baird Equity. Bereits jetzt können die Ring-Produkte zusammen mit dem Amazon-Sprachassistenten Alexa verwendet werden.

Beobachter gehen davon aus, dass sie auch gut zusammen mit dem "Amazon Key" funktionieren dürften, ein bisher Prime-Mitgliedern vorbehaltenes Schloss zusammen mit einer Überwachungskamera. Die Übernahme schaffe Potenzial für mehr, urteilten Analysten hinsichtlich der Integration der Ring-Geräte ins Amazon-Portfolio. Erst im vergangenen Jahr hatte der Techgigant aus Seattle das US-Startup Blink gekauft, das besonders energiearme Überwachungskameras herstellt.

Davos/Moskau (APA/AFP) - Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat mit einem Boykott des Weltwirtschaftsforums in Davos im Jänner gedroht, sollten wichtige russische Geschäftsleute dort nicht willkommen sein. Er reagierte damit am Dienstag auf einen Pressebericht. Demnach sollen auf Druck der USA mehrere russische Geschäftsleute gebeten worden sein, im kommenden Jahr nicht an der Konferenz in Davos teilzunehmen.
 

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Russland droht mit Boykott des Weltwirtschaftsforums

Wien (APA) - Am vierten Tag des Telekom/Valora-Prozesses gegen die Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und Walter Meischberger sowie den Ex-Telekom-Austria-Vorstand Rudolf Fischer ging es heute viel um einen Mann, der gar nicht angeklagt ist: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP/FPÖ), für den die Telekom beispielsweise Umfragen zu seinem Image und Privatleben bezahlte.
 

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Telekom/Valora - Privatflug mit Grasser, Weitflug mit Hühnern

Brüssel (APA/AFP) - Die EU-Kommission hat einen Notfallplan für den Fall eines Scheiterns der Brexit-Verhandlungen verabschiedet. Er enthält "eine begrenzte Zahl von Notfallmaßnahmen in vorrangigen Bereichen", wie die EU-Behörde am Dienstag mitteilte.
 

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EU veröffentlicht Notfallplan für Scheitern von Brexit-Verhandlungen