Amazon kauft Überwachungskamera-Start-up für eine Milliarde

San Francisco (APA/Reuters) - Amazon will an die Tür seiner Kunden. Der weltgrößte Onlinehändler übernimmt das US-Start-up Ring, das für seine Überwachungskameras und Video-Gegensprechanlagen bekannt ist. Insidern zufolge legt Amazon mehr als eine Mrd. Dollar auf den Tisch.

Damit gehört Ring nach dem 13,7 Mrd. Dollar (11,14 Mrd. Euro) schweren Kauf der US-Biosupermarktkette Whole Foods zu den teuersten Akquisitionen des Konzerns, der immer stärker darauf setzt, künftig die Bestellungen von Kunden direkt in die Wohnungen zu liefern und dafür gleich noch die notwendigen Schlösser und Überwachungskameras anbietet. Amazon wollte sich am Dienstagabend zum Preis nicht äußern.

"Jetzt, wo Amazon immer aggressiver auf die Lebensmittel-Zustellung setzt, glauben wir, dass die intelligenten Sicherheitsgeräte ein wichtiger Faktor sind, um die Benutzerakzeptanz zu erhöhen", schrieb Analyst Colin Sebastian vom Finanzdienstleister Baird Equity. Bereits jetzt können die Ring-Produkte zusammen mit dem Amazon-Sprachassistenten Alexa verwendet werden.

Beobachter gehen davon aus, dass sie auch gut zusammen mit dem "Amazon Key" funktionieren dürften, ein bisher Prime-Mitgliedern vorbehaltenes Schloss zusammen mit einer Überwachungskamera. Die Übernahme schaffe Potenzial für mehr, urteilten Analysten hinsichtlich der Integration der Ring-Geräte ins Amazon-Portfolio. Erst im vergangenen Jahr hatte der Techgigant aus Seattle das US-Startup Blink gekauft, das besonders energiearme Überwachungskameras herstellt.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los