Amazon will Hollywood Konkurrenz machen

Seattle (APA/dpa/Reuters) - Nach dem erfolgreichen Ausflug in die Welt der Fernsehserien will Amazon auch Hollywood herausfordern. Der Online-Händler wird eigene Kinofilme produzieren und fremde Streifen dazukaufen, wie Amazon am Montag ankündigte. Sie sollen bereits vier bis acht Wochen nach der Premiere im Filmtheater in Amazons hauseigenem Video-Streamingdienst gezeigt werden, hieß es.

Heute vergeht meist rund ein halbes Jahr, bis Kinofilme auf Video erscheinen. Das Zeitfenster ist aber auch schon in vielen Fällen kürzer als früher. Die Amazon-eigenen Filme sollen mit einer Verzögerung von nur ein bis zwei Monaten gezeigt werden. Die Produktion soll den Angaben zufolge in diesem Jahr beginnen. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, knapp zwölf Filme im Jahr zu machen", sagte Amazon-Manager Roy Price.

Amazon dreht bereits eigene Fernsehsendungen, vor wenigen Tagen gewann die Serie "Transparent" einen Golden Globe. Als Coup wird die erste Fernsehserie von Woody Allen im Amazon-Angebot zu sehen sein.

Auch der Streaming-Dienst Netflix setzt auf Eigenproduktionen und dreht unter anderem vier Filme mit Adam Sandler sowie eine Fortsetzung des Kampfkunst-Streifens "Tiger & Dragon". Dieser Film soll gleichzeitig ins Kino und und ins Netflix-Angebot kommen. Deswegen wollten ihn einige amerikanische Filmtheater nicht zeigen.

Beim Streaming werden Videos direkt aus dem Netz abgespielt. Dienste wie Netflix und Amazon lassen sich den Zugang mit einer Gebühr vergüten. Sie haben bereit das Serien-Geschäft verändert, indem sie im Gegensatz zu Fernsehsendern ganze neue Staffeln auf einmal verfügbar machten.

Amazon will ein Dutzend Filme pro Jahr zu den Zuschauern bringen. Das Budget solle zwischen 5 und 25 Millionen US-Dollar (zwischen rund 4,3 und 21,5 Mio. Euro) liegen, berichtete das Branchenblatt "Variety". Bei diesem Rahmen braucht sich Hollywood keine Sorgen um neue Konkurrenz bei teuren Action-Blockbustern zu machen. Zum Vergleich: Hollywood-Kassenschlager können leicht über 100 Millionen Dollar kosten. Allerdings bedeutet jeder Neuankömmling in dem Geschäft verstärkten Wettbewerb um die Kinosäle.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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