Amazon verkauft Fire-TV-Stick auch in Deutschland

Der weltweit größte Internet-Versandhändler Amazon bringt seinen Fire-TV-Stick, der Video aus dem Internet auf den Fernseher bringt, auch nach Deutschland. Das Gerät ist mit 39 Euro deutlich günstiger als die etwas größere Box Fire TV, die der Online-Händler seit September für 99 Euro in Deutschland verkauft.

Der Stick hat bei etwas weniger leistungsstarker Hardware weitgehend den selben Funktionsumfang und wird vom 15. April an ausgeliefert, wie Amazon am Dienstag ankündigte. Der Konzern bietet über Fire TV unter anderem Zugang zu Filmen und Fernsehsendungen aus seinem Streaming-Angebot.

Amazon habe kein Problem damit, dass manche Kunden eventuell die günstigere Version kaufen, sagte der für das Gerätegeschäft in Europa zuständige Manager Jorrit van der Meulen. Amazon will den Verkauf des Sticks in Größe einer Kaugummi-Packung mit einem Angebot zum halben Preis in den ersten zwei Tagen anschieben. Beim Start des Fire TV führte eine ähnliche Offerte dazu, dass die Geräte binnen weniger Stunden ausverkauft waren. Diesmal seien genug vorhanden, hieß es.

Nächster Konkurrent des Fire-TV-Sticks ist Googles Chromecast im ähnlichen Format für 35 Euro. Apple senkte zudem jüngst den Preis seiner Box Apple TV auf 79 Euro. Über die Geräte kann man unter anderem Online-Videotheken wie Maxdome oder Netflix nutzen, bei denen die Filme direkt aus dem Netz abgespielt werden.

Amazon setzt genauso wie Netflix stark auf eigene Produktionen, die Serie "Transparent" gewann im Jänner einen Golden Globe. Der Konzern denke auch über Eigenproduktionen in Europa nach, sagte der für Inhalte zuständige Manager Jay Marine.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder