Amazon entwickelte Armband zur Steigerung der Arbeitseffizienz

Rom/Seattle (APA) - Internet-Handelsriese Amazon hat ein Armband entwickelt, das künftig von den Mitarbeitern in den Versandzentren getragen werden könnte. Die Ideenschrift im Archiv des US Patent Office stammt aus dem Jahr 2016 und wurde nun von Geekwire entdeckt. Es handelt sich um ein Armband, das die Arbeitseffizienz der Mitarbeiter erhöhen soll, dabei aber auch zu mehr Überwachung führen könnte.

Das elektronische Accessoire verfügt über einen Ultraschall- oder Radiowellentransceiver. In den Lagerhallen platzierte Empfänger können durch dessen Signal die genaue Position des jeweiligen Mitarbeiters bestimmen.

Der Bericht über die Entwicklung des Armbands löste empörte Reaktionen in Italien aus, wo Amazon mit einem der größten Lagerhäusern Europas, unweit der norditalienischen Stadt Piacenza, präsent ist. "Das elektronische Armband beleidigt die Würde der Arbeitnehmer. Arbeit ist kein Verbrechen", twitterte die scheidende Präsidentin der Abgeordnetenkammer Laura Boldrini.

Arbeitsminister Giuliano Poletti meinte, in Italien seien Gesetze in Kraft, laut denen man Initiativen zur Kontrolle der Produktivität der Arbeitnehmer mit den Gewerkschaften vereinbaren müsse. Die Rechtspolitikerin Giorgia Meloni meinte, das elektronische Armband sei ein Weg, um aus Arbeitnehmern "Sklaven" zu machen. "Das ist das Ergebnis der ungeregelten Globalisierung", kritisierte Meloni. Die Gewerkschaften versprachen einen entschlossenen Widerstand gegen das elektronische Armband.

Amazon plant in Norditalien zwei neue Logistikzentren. Dafür sollen 1.600 Mitarbeiter angestellt werden. Ein 34.000 m2 großes Lager ist in Casirate nahe der lombardischen Stadt Bergamo geplant. In den nächsten drei Jahren sollen hier 400 neue Jobs entstehen. Die Inbetriebnahme ist im kommenden Herbst vorgesehen.

Ein weiteres Logistikzentrum ist unweit von Turin geplant. Hier sollen 1.200 Personen beschäftigt werden. Investitionen von 150 Mio. Euro sind für den Turiner Standort vorgesehen, der 60.000 Quadratmeter groß sein soll. Von hier aus will Amazon auch den Südosten Frankreichs beliefern. Amazon ist seit 2010 in Italien präsent und hat bisher 800 Mio. Euro investiert und 3.000 Jobs geschafft.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker