Amazon-Chef widerspricht Bericht über harte Arbeitsbedingungen

Laut einem Artikel der "New York Times" ist Amazon ein Ort mit harten Arbeitsanforderungen und gefühllosem Management. Gründer und Chef Jeff Bezos will das nicht auf sich sitzen lassen.

Amazon-Gründer Jeff Bezos hat einen kritischen Bericht der "New York Times" über die Arbeitsbedingungen beim weltgrößten Online-Händler zurückgewiesen. "Der Artikel beschreibt nicht das Amazon, das ich kenne", betonte Bezos in einer E-Mail an die Mitarbeiter, die am Montag von mehreren Technologie-Blogs veröffentlicht wurde.

Die "New York Times"-Reporter sprachen nach eigenen Angaben mit mehr als 100 früheren und aktuellen Amazon-Mitarbeitern und berichteten unter anderem von Fällen, in denen Menschen nach Familientragödien oder Gesundheitsproblemen ohne Mitgefühl hart rangenommen wurden. Auch insgesamt sei das Betriebsklima schroff: "Ich habe fast jeden, mit dem ich arbeitete, am Schreibtisch weinen gesehen", sagte ein frühere Mitarbeiter aus dem Buch-Marketing der Zeitung.

Der Bericht vom Wochenende stelle einzelne Geschichten über "schockierend gefühllose Management-Praktiken" in den Vordergrund, schrieb Bezos in seiner E-Mail. "Ich bin überzeugt, dass jeder, der bei einem Unternehmen arbeitet, wie es in der "New York Times" beschrieben wurde, wahnsinnig wäre zu bleiben. Ich weiß, dass ich so ein Unternehmen verlassen würde", schrieb Bezos. Zugleich rief er die Mitarbeiter auf, wenn ihnen solche Fälle bekannt werden, dies an die Personalabteilung oder direkt an ihn persönlich zu melden.

Wien (APA) - Schlechte Arbeitsbedingungen und schwere Umweltbelastungen durch die Leder- und Schuhindustrie bemängeln die NGOs Clean Clothes Kampagne (CCK) und Global 2000. Ein "Label-Check" soll Konsumenten Orientierung beim Schuhkauf liefern und so den ökologischen und sozialen Fußabdruck der Schuhe verringern helfen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung.
 

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NGOs bemängeln Umweltbelastung durch die Leder- und Schuhindustrie

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland nähert sich dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge der Hochkonjunktur. Es hob seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr von 2,0 auf 2,3 Prozent und für 2018 von 2,2 auf 2,5 Prozent an. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", erklärten die Kieler Forscher am Donnerstag.
 

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Institut: Deutschland ist in Richtung Hochkonjunktur unterwegs

Washington (APA/Reuters) - In den USA sind die Weichen für die größte Steuerentlastung seit mehr als drei Jahrzehnten gestellt: Die Republikaner im US-Kongress einigten sich auf einen Gesetzesentwurf, über den noch vor Weihnachten abgestimmt werden soll. Nach fast einem Jahr im Amt wäre die Reform der erste große gesetzgeberische Erfolg für US-Präsident Donald Trump.
 

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Trumps Steuerreform bekommt letzten Schliff - Einigung auf Entwurf