Amazon-Aktie trotz Rekordgewinn auf Talfahrt

Amazon-Aktie trotz Rekordgewinn auf Talfahrt

Amazon-Chef Jeffrey Bezos

Auch ein Rekordgewinn von 482 Millionen Dollar im Schlussquartal des Jahres 2015 konnte die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen. Die Folge: Die Amazon-Aktie gab nachbörslich zwölf Prozent ab.

Höhere Kosten und ein langsameres Wachstum im Cloud-Geschäft haben Amazon im Weihnachtsgeschäft die Grenzen aufgezeigt. Zwar stieg der Gewinn um mehr als das Doppelte auf bisher nie erreichte 482 Millionen Dollar, lag damit aber deutlich unter den Erwartungen von Analysten. Nach Gewinnen von neun Prozent im regulären Handel brach die Amazon-Aktie nachbörslich um zwölf Prozent ein. Es ist das erste Mal, dass der US-Konzern seit 2012 drei Quartale in Folge schwarze Zahlen schreibt.

Amazon machte im vierten Quartal der starke Dollar zu schaffen. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf 35,7 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt lag das Plus bei 26 Prozent. Doch auch damit reichte Amazon nicht ans Wachstum von Alibaba heran: Der chinesische Platzhirsch überraschte mit einem Erlösanstieg von 32 Prozent.

Cloud-Business bremst sich ein

Im umkämpften Cloud-Geschäft konnte Amazon nicht wie zuletzt zulegen. Zwar ging der Umsatz um fast 70 Prozent auf 2,41 Milliarden Dollar in die Höhe. Doch im Vorquartal hatte das Unternehmen noch ein Plus von mehr als 78 Prozent geschafft. Im Vergleich dazu kam Microsoft in der Sparte auf einen Umsatz von 6,3 Milliarden Dollar. Beim Cloud-Geschäft können Kunden über das Internet Software oder Speicherkapazität nutzen, die ihnen von externen Rechnern zur Verfügung gestellt werden.

Amazon setzt seit jeher auf massive Investitionen, um damit das Wachstum anzukurbeln und Marktanteile auszubauen. Dabei geht es immer mehr um schnellere Auslieferungen. Über das 99 Dollar kostende Prime-Mitgliederprogramm verschickt das Unternehmen Pakete teils innerhalb von einer Stunde und baut stetig das Fernseh-Programm aus. Es wird geschätzt, dass das Programm rund 50 Millionen Mitglieder zählt. Laut Amazon soll die Kundenzahl der zahlenden Prime-Kunden zu Ende Dezember um 51 Prozent gestiegen sein.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne