AMAG verdient mehr dank höherer Alu-Preise

Wien/Ranshofen - Der börsennotierte oberösterreichische Aluminiumproduzent AMAG hat zum Jahresauftakt unterstützt durch höhere Alu-Preise operativ deutlich mehr verdient und auch den Nettogewinn gesteigert. Das EBITDA wuchs im 1. Quartal um 45 Prozent auf 35,3 Mio. Euro, und das Ergebnis nach Steuern legte auf 12,6 (10,4) Mio. Euro zu, teilte das Unternehmen Dienstagfrüh mit.

Den Umsatz steigerte die Gruppe im Zeitraum Jänner bis März im Jahresabstand um 14,0 Prozent auf 231,0 Mio. Euro. Operativ geht die AMAG für das Gesamtjahr 2015 von einem EBITDA zwischen 130 und 140 Mio. Euro aus, nach 114,7 Mio. Euro im Jahr 2014.

Die EBITDA-Marge verbesserte sich im 1. Quartal auf 15,3 (12,1) Prozent, die EBIT-Marge auf 7,8 (5,6) Prozent. Absolut lag das Betriebsergebnis (EBIT) bei 18,1 (11,4) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 17,1 (11,2) Mio. Euro.

Unterstützend wirkte ein verbessertes Marktumfeld - vor allem höhere Alu-Preise und positive Währungseffekte. Für 2015 sieht man einen weiter wachsenden Markt für Primär-Aluminium und Alu-Walzprodukte. Auch für die Folgejahre rechnet die AMAG unter Verweis auf Daten des Marktforschungsinstituts CRU mit Steigerungsraten von rund 5 Prozent pro Jahr. Wesentlicher Wachstumstreiber bei Alu-Walzprodukten ist der Transportsektor, hier prognostiziert CRU bis 2019 Wachstumsraten von etwa 12 Prozent pro Jahr.

Das Eigenkapital der Gruppe lag Ende März mit 640,2 Mio. Euro um 2,6 Prozent höher als zum Jahresende 2014. Die Eigenkapitalquote betrug zuletzt 55,3 (57,1) Prozent. Die Nettofinanzverschuldung lag bei 92,1 (93,0) Mio. Euro, der Verschuldungsgrad sank auf 14,4 (14,9) Prozent.

Der Mitarbeiterstand der AMAG-Gruppe wuchs im Jahresabstand leicht auf durchschnittlich 1.661 (vollzeitäquivalent) nach 1.589 ein Jahr davor.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

Newsticker

Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

Newsticker

OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

Newsticker

Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018