AMA sieht ihr Gütesiegel wegen Milch-Lockangebots als Spielball

(APA) - Während die Agrarmarkt Austria (AMA) ihr Gütesiegel wegen eines sehr billigen, aber zeitlich auch sehr begrenzten Milch-Angebotes eines heimischen Diskonters zum Dumpingpreis als Spielball sieht, weil sich das Siegel auch auf der Aktionsware findet, erinnert der ÖVP-Seniorenbund an den Bedarf an leistbaren Lebensmitteln zumindest bei der älteren Generation.

Nötige Preisbremsen dürften aber nicht die Bauern belasten, hieß es vom Seniorenbund am Donnerstag in einer Aussendung. Die Entrüstung der Bauern über das Angeobt verstehe man nämlich. Wie berichtet wird von einer Kette des Rewe-Konzerns an zwei Tagen zum Ende dieser Woche ein Liter Milch ab dem Kauf von zwei Packerln um 49 Cent angeboten. Der ÖVP-Bauernbund hat dahingehend eine Eingabe bei der Bundeswettbewerbsbehörde getätigt, die sich dieses Angebot genauer anschauen solle.

Die AMA erinnerte indes daran, dass ihr Gütesiegel kein bloßes "Design-Element" sei. "Es steht für konkrete Werte, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen", so AMA-Marketing-Chef Michael Blass in einer Aussendung. Qualität und österreichische Herkunft würden durch das Emblem garantiert. "Zudem ist Frischmilch mit dem AMA-Gütesiegel garantiert gentechnikfrei produziert - ein EU-weite einzigartiges Qualitätsmerkmal."

Laut der sogenannten AMA Gütesiegel Richtlinie Milch und Milchprodukte braucht es zur Verwendung des Siegels beispielsweise einen Lizenzvertrag mit der AMA. Etwa haben Betriebe auch ein System zur Nachvollziehbarkeit anzuwenden.

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