Altstoffsammlung in Österreich war 2017 stabil

Wien (APA) - Die Österreicher haben 2017 wie 2016 pro Person wieder etwa 113 Kilogramm Altstoffe gesammelt und damit deren Wiederverwertung ermöglicht. Die Gesamtmenge stieg mit der Bevölkerung leicht (+1,3 Prozent) auf 1,07 Mio. Tonnen, teilte die Altstoff Recycling Austria (ARA) am Mittwoch mit. Die ARA selber hält bei der Altstoffsammlung rund 80 Prozent Marktanteil.

Die getrennte Sammlung und Verwertung von Verpackungen in Österreich habe 2017 eine CO2-Einsparung von rund 600.000 Tonnen gebracht, rechnete die ARA vor. 90 Prozent der Verpackungen können wiederverwertet werden, so die ARA-Vorstände Werner Knausz und Christoph Scharff. Es gehe darum, "Wertstoffe wieder in den Kreislauf zurückzuführen".

Der Unterstützung der Österreicher für die Sammlung können sich die ARA und ihre Mitbewerber ungebrochen sicher sein: 98 Prozent der Österreicher sammeln getrennt, 97 finden die Idee gut oder sehr gut, zeigt eine IMAS-Umfrage im Auftrag der ARA.

Dafür können die Österreicher auch auf eine entsprechende Infrastruktur zurückgreifen: 1,82 Millionen Sammelbehälter (1,9 Prozent mehr als 2016) stehen ihnen zur Verfügung, also etwa einer pro fünf Österreichern. Auch waren 1,66 Millionen Haushalte Ende 2017 an die Sammlung mit dem gelben Sack angeschlossen. Das bequeme Sammeln ist Voraussetzung dafür, dass die Österreicher ihren europäischen Spitzenplatz beim Mülltrennen behalten, weiß die ARA.

Die nur von der ARA gesammelte Menge (Haushalt, Gewerbe und Industrie) stieg um ein Drittel auf 845.000 Tonnen. Das Unternehmen verweist darauf, dass ihr die Sammlung 136 Euro pro Tonne kostet. Die Kosten pro Tonne seien seit der Gründung des Unternehmens vor 25 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken (minus 56 Prozent).

Von den insgesamt gesammelten 1,077 Mio. Tonnen entfielen 647.000 t auf Papier, 228.000 t auf Glas, 173.000 t auf Leichtverpackungen und 30.000 t auf Metall. Bei Papier, Glas und Metall erreicht Österreich bereits jetzt die Sammelquoten, die die EU bis 2035 fordert. Bei Kunststoff muss sich Österreich noch deutlich steigern: Derzeit werden in Österreich 34 Prozent erreicht, Ziel sind 2025 50 Prozent und fünf Jahre später 55 Prozent. Auch Holz wird in Österreich wenig gesammelt: Erreicht werden 18 Prozent, Ziel sind 2025 25 Prozent und ab 2030 30 Prozent.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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