Altersarbeitslosigkeit: AK OÖ fordert Nachschärfen

Linz/Wien - Die Arbeiterkammer (AK) OÖ fordert Maßnahmen gegen die steigende Altersarbeitslosigkeit. Präsident Johann Kalliauer trat in einer Aussendung am Montag für ein "wirksames" Bonus-Malus-System ein. Denn derzeit seien Strafen wie Prämien zu gering, um einen Lenkungseffekt zu erzielen. Auch ein Ausbau des Zweiten Arbeitsmarktes sei nötig.

Seit 2008 ist die Zahl der Älteren ohne Beschäftigung in OÖ von 5.601 auf 13.987, die durchschnittliche Vormerkdauer von 75 auf 188 Tage gestiegen, rechnete Kalliauer vor. Fazit: Die Altersarbeitslosigkeit verfestige sich. Der AK-Präsident will den Unternehmen einen Teil der sozialen Kosten, "die sie mit ihrer unfairen Personalpolitik maßgeblich mitverursachen", aufbrummen.

Das im Oktober beschlossene Bonus-Malus-System sei zwar "ein erster Schritt in die richtige Richtung", aber die Strafen bei Nichteinhaltung bzw. die Prämien bei Erfüllung der Quoten seien zu niedrig, um Effekte zu bringen.

Daneben seien auch Konjunkturimpulse durch öffentliche Investitionen und ein Ausbau des Zweiten Arbeitsmarktes erforderlich, um älteren Langzeitarbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen Perspektiven zu eröffnen, so Kalliauer.

Er tritt für eine stärkere Förderung von sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten ein, während er Eingliederungsbeihilfen für Unternehmen, die ältere Langzeitarbeitslose aufnehmen, eher skeptisch sieht. Denn ein großer Teil dieser Arbeitsaufnahmen "hätte auch ohne Beihilfe stattgefunden", vermutet der AK-Präsident.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker

Peking (APA/Reuters) - Die EU prüft, ob chinesische Firmen Elektro-Fahrräder in Europa nur dank unfairer Beihilfen zu Niedrig-Preisen anbieten können. Die EU-Kommission leitete am Freitag die Untersuchung einer Beschwerde ein, die der Europäische Fahrradhersteller-Verband (EBMA) Anfang Oktober eingereicht hatte.
 

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Windhuk (APA) - Der afrikanische Staat Namibia macht ernst mit Airbnb-Vermietern: Melden oder erwischt werden und ins Gefängnis gehen, heißt die neue Losung. Bis zum Jahresende kann man sich noch bei der Tourismus-Regulierungsbehörde anmelden. Der Tourismussektor trägt rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des südafrikanischen Landes bei, das etwa bei Safari-Freunden beliebt ist.
 

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Namibia greift bei Airbnb-Vermietern hart durch