Alpro wächst zweistellig:"Vegan und pflanzlich momentan sehr trendig"

Der Soja-Lebensmittelproduzent Alpro profitiert derzeit stark von den veränderten Essgewohnheiten der Menschen. Umsatz und Marktanteile des europäischen Marktführers für Lebensmittel auf Sojabasis wuchsen im Vorjahr deutlich. "Vegan und pflanzlich sind momentan sehr trendig", sagte Michael Ohlendorf, Chef für die D-A-CH-Region bei Alpro, am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Europaweit steigerte Alpro den Nettoumsatz 2014 um mehr als ein Fünftel auf 385 Mio. Euro und kam auf einen Marktanteil von 40 Prozent. In Österreich legte der Umsatz um 30 Prozent zu, der Marktanteil stieg von 51,7 auf 53,7 Prozent. Nummer 2 hierzulande mit einem Anteil von 28,4 Prozent ist Mona Naturprodukte mit den Marken Joya und Happy Soya, die restlichen rund 18 Prozent des Marktes verteilen sich auf die Eigenmarken der Lebensmittelhändler.

Alpro ist mit seinen Getränken, Joghurts sowie anderen Produkten auf Sojabasis oder Milchalternativen aus Reis, Hafer, Nüssen und Getreide in 30 Ländern aktiv. Am dynamischsten sei das Geschäft derzeit in Deutschland und Großbritannien, vom Volumen her hätten Spanien und Frankreich die Nase vorne. Produziert wird in Belgien, Großbritannien und Frankreich. Mittlerweile stößt die Firma aufgrund der gestiegenen Nachfrage an ihre Grenzen. Ein weiteres Werk hält Ohlendorf für sehr wahrscheinlich. "Ich wünsche mir eines in Deutschland", sagte der Manager.

Alpro bezieht Soja zu 60 Prozent aus Kanada, den Rest aus Europa. Ziel sei es, den Anteil aus Europa zu erhöhen. Der Großteil des weltweit verwendeten Sojas ist gentechnisch verändert. "Unseres nicht", betonte Ohlendorf. Österreich importiert etwa 650.000 Tonnen Sojaschrot und Sojabohnen - hauptsächlich aus den USA, Brasilien und Argentinien. Der überwiegende Teil davon wird in der Tierfütterung gebraucht. Mit einer Anbaufläche von 43.680 ha (2014) zählt Österreich zu den Top-3-Sojaproduzenten in Europa nach Italien und Frankreich.

Auch wenn die Wachstumsraten von Sojaprodukten bzw. pflanzlichen Alternativen seit drei Jahren enorm sind, ist der Markt dafür im Vergleich zum Milchmarkt klein. Der österreichische Lebensmittelhandel machte 2014 mit pflanzlichen Milchalternativen (ohne Tofu) einen Umsatz von rund 25 Mio. Euro. Der Markt mit vergleichbaren Milchprodukten kam auf einen Umsatz von 787 Mio. Euro. Das Potenzial sei also noch groß, sagte Ohlendorf. An pflanzliche Fleisch- oder Milch-Alternativen will sich Alpro dennoch nicht heranwagen, sondern das bestehende Sortiment erweitern - etwa um Schlagobers oder Topfen. Auch in den Großküchen der Gastronomie sieht Ohlendorf noch viel Aufholbedarf.

Istanbul/Washington (APA/dpa) - "Ich habe keinerlei finanzielle Interessen in Saudi-Arabien", sagt Donald Trump. Als Privatperson und US-Präsident hat er aber kräftig von den Ölmilliarden aus Riad profitiert. Welche Auswirkungen hat das auf den Fall Khashoggi?
 

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"Große Geschäfte!" - Trumps USA und Riad verbinden Milliarden

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank tauscht die Führung ihrer Transaktionsbank aus. Stefan Hoops, bisher Co-Vertriebschef der Kapitalmarktsparte, trete die Nachfolge von John Gibbons an, bestätigte ein Banksprecher am Donnerstag. Gibbons verlasse die Bankenbranche. Finanzkreisen zufolge wechselt er zu einem Kunden der Bank. Hoops wird wie sein Vorgänger Gibbons an Investmentbank-Chef Garth Ritchie berichten.
 

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Deutsche Bank tauscht Chef der Transaktionsbank aus

Wien (APA) - Österreich und China wollen über eine Nachfolgeregelung zu sogenannten Soft Loans verhandeln. Soft Loans sind staatlich gestützte Kredite für Unternehmen, die in Entwicklungsländern aktiv werden. Seit 2012 stehen sie für Investitionen in China allerdings nicht mehr zur Verfügung, weil das Land die dafür vorgesehene Obergrenze beim Einkommen pro Kopf überschritten hat.
 

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Österreich und China verhandeln Nachfolgeinstrument zu Soft Loans