Allianz will längerfristig keine Kohlekraftwerke mehr versichern

München (APA/Reuters) - Der deutsche Allianz-Konzern will auf längere Sicht keine Kohlekraftwerke mehr versichern. Ein abrupter Rückzug aus dem Geschäft, das in den Fokus einer Bürgerinitiative geraten ist, sei aber nicht sinnvoll, betonte Vorstandschef Oliver Bäte heute, Freitag, in München. "Die Richtung ist eindeutig: raus", sagte er. "Martialische Sprüche" seien aber nicht angebracht.

Die Initiative "Unfriend Coal" fordert Versicherer auf, keine Kohlekraftwerke mehr zu versichern, weil sie die Atmosphäre vergifteten. Kapitalanlage-Vorstand Günther Thallinger setzt stattdessen auf Gespräche mit den Kraftwerksbetreibern. "Man muss sich in den Dialog begeben." Schließlich gehe es auch um Versorgungssicherheit. Zahlreiche Länder seien vom Strom aus Kohle abhängig.

Als Kapitalanleger lässt die Allianz ihre Investments in Kohle bereits seit 2015 auslaufen.

Frankfurt/Darmstadt (APA/Reuters) - Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck weitet seine Zusammenarbeit mit dem Big-Data-Spezialisten Palantir aus und will sich so neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Die beiden Firmen wollen ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das Kunden Software zur Analyse von Daten aus der Krebsforschung anbieten soll.
 

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Merck gründet Gemeinschaftsfirma mit Silicon-Valley-Konzern Palantir

Ellwangen (APA/Reuters) - Der deutsche Batteriehersteller Varta will gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut die Basis legen für eine Massenproduktion von Batteriezellen zum Einsatz in Elektroautos. Mit Fördergeldern des Landes Baden-Württemberg soll bei dem Weltmarktführer für Hörgeräte-Batterien ab dem kommenden Jahr in Ellwangen eine Fertigungslinie für großformatige Batteriezellen aufgebaut werden.
 

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Varta bringt sich in Stellung für E-Auto-Batteriezellproduktion

Tokio/Yokohama (APA/Reuters) - Der japanische Autobauer Nissan hat die Festnahme seines Verwaltungsratschefs Carlos Ghosn bestätigt. Nissan-CEO Hiroto Saikawa sprach am Montag auf einer Pressekonferenz von einem finanziellen Fehlverhalten Ghosns, das schwer wiege und nicht hinnehmbar sei. Er werde dem Verwaltungsrat deshalb bei der Sitzung am Donnerstag vorschlagen, Ghosn den Vorsitz zu entziehen. Es gehe jetzt darum, Auswirkungen auf das Tagesgeschäft und die Beziehungen zu Renault zu vermeiden.
 

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Nissan-Chef will Ghosn am Donnerstag vor die Tür setzen