Allianz will längerfristig keine Kohlekraftwerke mehr versichern

München (APA/Reuters) - Der deutsche Allianz-Konzern will auf längere Sicht keine Kohlekraftwerke mehr versichern. Ein abrupter Rückzug aus dem Geschäft, das in den Fokus einer Bürgerinitiative geraten ist, sei aber nicht sinnvoll, betonte Vorstandschef Oliver Bäte heute, Freitag, in München. "Die Richtung ist eindeutig: raus", sagte er. "Martialische Sprüche" seien aber nicht angebracht.

Die Initiative "Unfriend Coal" fordert Versicherer auf, keine Kohlekraftwerke mehr zu versichern, weil sie die Atmosphäre vergifteten. Kapitalanlage-Vorstand Günther Thallinger setzt stattdessen auf Gespräche mit den Kraftwerksbetreibern. "Man muss sich in den Dialog begeben." Schließlich gehe es auch um Versorgungssicherheit. Zahlreiche Länder seien vom Strom aus Kohle abhängig.

Als Kapitalanleger lässt die Allianz ihre Investments in Kohle bereits seit 2015 auslaufen.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen