Allianz steigt bei indonesischem Mitfahrdienst Go-Jek ein

Frankfurt/München (APA/Reuters) - Europas größter Versicherungskonzern Allianz steigt bei dem Mitfahrdienst Go-Jek aus Indonesien ein. Die Allianz investiere 35 Mio. Euro in das Start-up, teilten die Münchner am Mittwoch mit. Go-Jek wurde 2010 gegründet, um Fahrgäste an Mototaxis zu vermitteln.

Inzwischen bietet das Unternehmen, das zuletzt mit rund fünf Mrd. Dollar (4,04 Mrd. Euro) bewertet wurde, neben Mitfahrdiensten auch ein breite Palette an Dienstleistungen wie die Lieferung von Lebensmitteln an. Zu dem Unternehmen gehört mit Go-Pay eines der beliebtesten Angebote für das mobile Bezahlen in Indonesien.

"In den Bereichen Transport, Logistik und Zahlungsverkehr hat Go-Jek bereits eine Erfolgsgeschichte vorzuweisen", sagte Nazim Cetin, der Chef von Allianz X, dem Start-up-Ableger des Konzerns. "Wir freuen uns darauf, das weitere Wachstum zu unterstützen." Die Allianz will sich durch die Investition in Go-Jek auch neue Kunden erschließen. Bereits seit zwei Jahren bietet der Konzern eine spezielle Krankenversicherung für Go-Jek-Fahrer an.

In Indonesien, mit rund 250 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Südostasien, bedient das Unternehmen Kunden in mehr als 50 Städten. In diesem Jahr will Go-Jek mit den Philippinen den ersten Auslandsmarkt erschließen und sich dann in andere südostasiatische Länder vorwagen. Die Firma konkurriert unter anderem mit dem Mitfahrdienst Grab, der das Südostasien-Geschäft von Uber übernimmt.

Allianz X hatte vor einigen Monaten die Strategie geändert. Statt jungen Firmen rund um die Versicherungsbranche beim Start unter die Arme zu greifen, investiert Allianz X nun in reifere Start-ups, die bereits am Markt aktiv sind. Zuletzt war der Start-up-Ableger bei der Berliner Internet-Bank N26 eingestiegen. Mit Go-Jek investiert Allianz X erstmalig in ein südostasiatisches Unternehmen.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

Newsticker

Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

Newsticker

Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

Newsticker

Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden