Allianz ringt mit starkem Euro und Börsenturbulenzen

München (APA/dpa) - Schwankende Finanzmärkte und der starke Euro haben Europas größten Versicherer Allianz zum Jahresstart belastet. Dennoch sieht das Management um Chef Oliver Bäte den deutschen DAX-Konzern auf Kurs, 2018 wie geplant einen operativen Gewinn von 10,6 bis 11,6 Mrd. Euro zu erreichen.

So steckte das Unternehmen die teuren Folgen von Sturmtief "Friederike" im Jänner weg, und Anleger schoben der Vermögensverwaltung neue Milliarden zu. Auch der Vertrieb von neuen Lebensversicherungen in Deutschland lief besser.

In den ersten drei Monaten musste die Allianz im laufenden Geschäft indes einen Gewinnrückgang hinnehmen. Mit 2,76 Mrd. Euro fiel das operative Ergebnis um 6 Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor. Den Großteil des Rückgangs erklärte der Vorstand mit Währungseffekten, durch die etwa bei der Umrechnung von Dollar in Euro weniger übrig blieb. Unterm Strich stieg der Gewinn dank geringerer Steuern und gesunkener Umbaukosten hingegen um 7 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro.

Das Sturmtief "Friederike", das im Jänner in Deutschland gewütet hatte, steckte der Versicherer locker weg. Obwohl die Zerstörungen den Konzern rund 220 Mio. Euro kosteten, wuchs der operative Gewinn im Schaden- und Unfallgeschäft leicht auf 1,3 Mrd. Euro. Insgesamt gingen die Schäden im Jahresvergleich sogar zurück. Dadurch blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb mehr von den Prämieneinnahmen übrig.

In der Lebens- und Krankenversicherung machten der Allianz hingegen der schwache Dollar und schwankende Börsen zu schaffen. So sank das operative Ergebnis um mehr als 7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Beim Neugeschäft mit Lebensversicherungen ohne klassischen Garantiezins konnte die Allianz hierzulande erneut zulegen. Wegen der Niedrigzinsen stellt der Konzern sein Angebot auf Vertragsmodelle um, die durch geringere Garantien weniger Kapital binden.

Die Vermögensverwaltung der Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors setzte zudem ihre Erholung fort. Die Sparte sammelte im ersten Quartal netto rund 21 Mrd. Euro von Anlegern ein. Zuvor hatte Pimco eine mehrjährige Krise durchlebt. In deren Zuge verließ auch Mitgründer Bill Gross das Unternehmen, woraufhin Anleger noch mehr Mittel aus den Pimco-Fonds abgezogen hatten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro