Allianz Österreich stellt sich straffer auf

Wien (APA) - Die Allianz Österreich arbeitet an einer klaren Vereinfachung der internen Strukturen. Ein Schritt dazu ist eine Zusammenführung von Bundesländerdirektionen, die ab 1. Jänner 2019 wirksam wird: An Stelle der bisher neun Landesdirektionen in den Bundesländern gibt es künftig fünf Regionaldirektionen. Das erste Halbjahr 2018 bescherte weniger Schäden durch Naturgewalten. 2017 tobten mehr Hagelstürme.

In der Bundeshauptstadt Wien bleibt auch nach der Umstellung von einer Landes- auf eine Regionaldirektion alles beim Alten. In den anderen Bundesländern werden im Vertrieb Landesgrenzen gekappt, indem es dann Regionaldirektionen für Tirol/Vorarlberg, Salzburg/Oberösterreich, Niederösterreich/Burgenland sowie Kärnten/Steiermark geben wird. Den Regionaldirektionen werde zugleich, so verlautete von der Assekuranz heute, mehr unternehmerische Verantwortung übertragen.

"Wir werden uns deutlich schlanker, effizienter und dynamischer aufstellen", erklärte der Vorstandschef der Allianz Gruppe Österreich, Remi Vrignaud, am Donnerstag in einer Aussendung; immer mit Blick darauf, was der Kunde heute von einer Versicherung erwarte. Die Nutzung digitaler Tools soll Prozesse beschleunigen und ebenfalls die Effizienz steigern.

Im ersten Halbjahr 2018 hätten Bemühungen auf der Kostenseite erste Früchte getragen, schrieb die Versicherung. Die Maßnahmen würden in den kommenden Monaten noch zu weiteren positiven Effekten führen. Von einer "Trendwende" spricht die Assekuranz bei der Schaden-Kosten-Quote: Die Combined Ratio - Schäden und Kosten im Verhältnis zu den Prämieneinnahmen - habe sich deutlich um 2,5 Prozentpunkte auf 92,6 Prozent verbessert. Das sei im Branchenvergleich ein zufriedenstellender Wert. Noch im diesem Jahr solle die Combined Ratio auf 91 Prozent sinken, mittelfristig will man unter 90 Prozent kommen.

Bis Ende Juni ist das Versicherungstechnische Ergebnis von 33,1 Millionen Euro auf heuer 45,1 Mio. Euro angestiegen, ein Zuwachs um 36,4 Prozent. Unter anderem wegen Währungsverlusten ging indes das Investment-Ergebnis von 77,2 Millionen auf 66,2 Mio. Euro zurück.

In Summe war das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von Jänner bis Juni 2018 mit 63,4 Mio. Euro (Vorjahreswert: 49,3 Mio. Euro) um gut 28 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017, aber noch nicht auf der Höhe, die etwa vor drei Jahren ausgewiesen wurde: 2015 hatte das Halbjahres-EGT bei der Allianz Österreich bei 73,3 Mio. Euro gelegen. Im ersten Halbjahr 2016 waren es 60,7 Mio. Euro gewesen.

Heuer gab es bis Juni über alle Geschäftssparten ein Prämienplus von 1,9 Prozent. In der Schaden- und Unfallversicherung legten die verrechneten Bruttoprämien um 3,2 Prozent auf 580 Mio. Euro zu, wobei sie in der Unfallversicherung um 6,5 Prozent anstiegen. In der Krankensparte wuchsen die Prämieneinnahmen um 8 Prozent auf 40,2 Mio. Euro. In der Lebensversicherungssparte gab es allerdings zinssituationsbedingt einen Rückgang um 3,1 Prozent auf 192,5 Mio. Euro. Über alle Geschäftsbereiche stiegen die verrechneten Bruttoprämieneinnahmen von 797,6 Millionen Euro auf 812,7 Mio. Euro.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle in der Schaden- und Unfallversicherung vor Rückversicherung gingen um 1,7 Prozent auf 306,8 Mio. Euro zurück. Für Krankenversicherungsfälle war es mit 21,8 (20,3) Mio. Euro mehr, in der Lebensversicherung wurde mit 148 (145,7) Mio. Euro ebenfalls mehr ausbezahlt. Über alle Sparten gerechnet lagen die Versicherungsleistungen bei der Allianz Österreich heuer bis Juni um 0,3 Prozent unter der Auszahlungssumme vom Vergleichszeitraum 2017.

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