Allianz kann Euler Hermes vorerst nicht von der Börse nehmen

München (APA/Reuters) - Die Allianz kann den französischen Kreditversicherer Euler Hermes vorerst nicht von der Pariser Börse nehmen. Nach Ablauf des Übernahmeangebots kommt der Münchner Versicherer auf 92,4 Prozent der Anteile am weltgrößten Warenkreditversicherer, wie er am Mittwoch mitteilte. Um die übrigen Aktionäre zwangsweise abzufinden, hätten es 95 Prozent sein müssen.

Als Alternative zu einem "Squeeze-Out" hat der Mutterkonzern aber bereits eine Verschmelzung von Euler Hermes mit der Allianz ins Gespräch gebracht, womit die Aktie durch die Hintertür ebenfalls von der Börse verschwinden würde.

Insgesamt hat die Allianz für die Aufstockung ihres Anteils um 29,4 Prozent rund 1,5 Milliarden Euro investiert. Die Mehrheit an Euler Hermes hatte sie bereits vorher besessen. 6,1 Prozent der Aktien sind nun noch im Streubesitz, 1,45 Prozent liegen bei Euler Hermes selbst.

Das deutsch-französische Unternehmen steht für rund ein Drittel des weltweiten Warenkreditversicherungs-Marktes, mit dem der internationale Handel abgesichert wird. Euler Hermes wickelt für die deutsche Bundesregierung auch die staatlichen "Hermes"-Exportbürgschaften ab. Im vergangenen Jahr kam Euler Hermes auf 2,57 Milliarden Euro an Beitragseinnahmen, auf vergleichbarer Basis war das ein Plus von 0,4 Prozent. Der Nettogewinn stieg um zehn Prozent auf 315 Millionen Euro.

Die Euler-Hermes-Aktie fiel am Mittwoch leicht auf 121,40 Euro und liegt damit knapp unter dem von der Allianz gebotenen Preis von 122 Euro.

Hannover (APA/dpa) - Die Netzbetreiber Tennet, Gasunie und Thyssengas wollen die Speicherung von erneuerbaren Energien in Gasnetzen vorantreiben. Zur großindustriellen Nutzung der sogenannten Power-to-Gas-Technologie ("Strom zu Gas") wollen sie daher eine 100 Megawatt (MW) starke Anlage in Ostfriesland bauen, wie eine Tennet-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
 

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Ökostrom zu Gas - Deutsche Netzbetreiber planen 100-MW-Anlage

Berlin/Hannover (APA/Reuters/dpa-AFX) - Eine Häufung von Groß- und anderen Schäden bei Industriekunden zwingt den Versicherer Talanx zur Senkung seiner Gewinnprognose. Talanx geht für 2018 nun von einem Ergebnis von rund 700 Mio. Euro aus, teilte die Nummer drei unter den deutschen Versicherungskonzernen am Montagabend in Hannover mit. Das wären 150 Millionen weniger als bisher geplant.
 

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Industrie-Großschäden machen Versicherer Talanx zu schaffen

Thun (APA/awp/sda) - Der kriselnde Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger unterzieht sich erneut einer Restrukturierung. Das Unternehmen verlagert einen wesentlichen Teil seiner weltweiten Vertriebs- und Servicefunktionen für Standard-Photovoltaik-Lösungen von Europa nach Asien, insbesondere nach China. Dies kostet erneut Stellen.
 

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Schweizer Solarzulieferer verlagert nach Asien, streicht Jobs