Allianz: Weltwirtschaft wächst weiter robust, Momentum flacht sich ab

Wien (APA) - Auch wenn die Weltwirtschaft weiter robust wächst, dürfte die Euphorie der vergangenen eineinhalb Jahre an den Finanzmärkten verflogen sein. Das Momentum habe sich deutlich abgeflacht, sagte der Geschäftsführer der Allianz Invest KAG, Christian Ramberger, am Mittwoch in Wien vor Journalisten. Die internationale Geldpolitik wirke aber insgesamt nach wie vor stützend.

Im heurigen Jahr verlaufe das globale Wachstum zwar weiter positiv, jedoch deutlich weniger synchron als erwartet, erklärte der Allianz-Experte im Rahmen seines Investment-Ausblicks für das dritte Quartal. Vor allem die USA treibe das weltweite Wirtschaftswachstum an, unterstützt von der Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trumps. Bis Ende 2019 dürfte diese Dynamik nach Einschätzung Rambergers auch noch anhalten. Sollten jedoch bis 2020 die Leitzinsen in den USA weiter steigen und auch die Inflation stärker zulegen, könnte es zu ersten Eintrübungen kommen. Bis dahin blieben die Aussichten aber positiv.

Ein Unterstützungsfaktor für die globale Wirtschaft bleibt die internationale Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt zwar das Ende ihres Anleihen-Kaufprogramms angekündigt, will jedoch ihre Nullzinspolitik zumindest bis Mitte 2019 beibehalten und bleibt damit vorerst bei ihrer sehr lockeren Geldpolitik. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) kommt daneben mit ihrer sukzessiven Straffung der Leitzinsen sowie dem Abbau ihrer Bilanzsumme gut voran.

"In Summe bleibt die Geldpolitik unterstützend für die Wirtschaft, die Impulse für die Finanzmärkte gehen jedoch zurück. Zudem könnte die Verflachung der US-Zinskurve ein erstes Warnzeichen für die nächste Rezession in den USA darstellen", prognostizierte der Allianz-Experte. Dieser Indikator müsse daher im Auge behalten werden. Eine Krise im Ausmaß wie vor zehn Jahren sehe er aber nicht auf die Weltwirtschaft zukommen.

Insgesamt seien die Wachstumsrisiken heuer deutlich gestiegen. Ramberger verwies auf politische Faktoren wie den laufenden Handelskrieg zwischen den USA und China sowie den zunehmenden Protektionismus in den Vereinigten Staaten. In der Eurozone würden vor allem die Politik in Italien sowie die laufenden Brexit-Verhandlungen Risikofaktoren darstellen. Aber auch eine sich abschwächende Wachstumsdynamik in China, weiter steigende Leitzinsen sowie höhere Ölpreise könnten die weiteren Konjunkturaussichten trüben.

Für das dritte Quartal 2018 bleiben die Allianz-Experten aber noch zuversichtlich. Die Leiterin des Multi Asset Management der Allianz Invest KAG, Doris Kals, rät Anlegern dazu, weiterhin Aktien gegenüber Anleihen leicht überzugewichten. Trotz des bereits fortgeschrittenen Wirtschaftszyklus und der rückläufigen Impulse vonseiten der Notenbanken sei der Aktienbullenmarkt noch intakt. "Wir gehen davon aus, das wir das Jahr mit positiven Performance-Zahlen abschließen können", sagte Kals. Konkret empfiehlt sie, Aktien aus den USA und Europa überzugewichten, Japan neutral zu halten und die Emerging Markets unterzugewichten.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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