Alitalia: Staat und Bahnen sollen in neue Gesellschaft einsteigen

Rom (APA) - Der italienische Staat wird sich mit einem Anteil von rund 15 Prozent an der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia beteiligen. In eine neugegründete Alitalia-Gesellschaft sollen auch Italiens Staatsbahnen (FS) einsteigen, kündigte der italienische Industrieminister und Vizepremier Luigi Di Maio in einem Interview mit der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" (Freitagsausgabe) an.

Die staatliche Beteiligung soll zwischen 1,5 Mrd. und 2 Mrd. Euro betragen. Das Finanzministerium soll einen Teil des zurückgezahlten Kredits für einen Anteil von 15 Prozent wieder in die Airline investieren. Zudem seien Beteiligungen von ausländischen Interessenten geplant.

Probleme mit Brüssel wegen des staatlichen Anteils an der Airline befürchtet Di Maio nicht. "Wenn Frankreich eine 14,3-prozentige Beteiligung an Air France hält, können wir an einen ähnlichen Anteil des italienischen Staats an Alitalia denken", so Di Maio. Die staatliche Präsenz bei Alitalia sei eine Garantie für private Investoren.

Der Einstieg der Bahnen bei Alitalia sei wichtig, um intermodale Mobilität zu fördern. "Man könnte an ein einziges Ticket für Bahn und Flugzeug denken", sagte Di Maio. Gerüchte, wonach chinesische Airlines an einem Einstieg bei Alitalia interessiert seien, wollte Di Maio nicht kommentieren.

Die Regierung hat die Alitalia unter Sonderverwaltung gestellt, nachdem die Beschäftigten im vorigen Jahr einen Rettungsplan abgelehnt hatten. Zudem stellte der Staat ein Überbrückungsdarlehen über 900 Mio. Euro zur Verfügung und sucht einen Käufer. Die dafür gesetzte Frist läuft bis zum 31. Oktober.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte