Alibaba steckt über eine Milliarde Dollar in Essen-Lieferdienst

Hangzhou - Der chinesische Internetriese Alibaba steckt mehr als eine Milliarde Dollar in den Essen-Lieferdienst Ele.me. Der Konzern investiere 900 Mio. Dollar (797 Mio. Euro), weitere 350 Mio. Dollar fließen über die mit Alibaba verbundene Finanzgesellschaft Ant Financial, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Wie groß der dadurch erworbene Anteil an der Lieferfirma ist, wurde nicht mitgeteilt.

Ele.me - der Name bedeutet auf chinesisch so viel wie "Hast du Hunger?" - ermöglicht es Nutzern, via Smartphone-App Gerichte aus Restaurants und Cafes in ihrer Umgebung zu bestellen. Diese werden dann von Ele.me zum Kunden nach Hause oder an den Arbeitsplatz gebracht.

Ele.me ist in China sehr beliebt - das Geschäft mit derartigen Angeboten ist allerdings heiß umkämpft. Alibaba und Ant Financial haben schon eine solche Firma in ihrem Portfolio: Über ihren Dienst Koubei können Kunden nicht nur in Restaurants und Bars bestellen, sondern inzwischen auch im Einzelhandel. Ein Konkurrent ist Baidu Waimai, der zu dem vor allem für seine Suchmaschine bekannten Internetkonzern Baidu gehört.

Mit der Großinvestition könne Ele.me seine Marktposition stabilisieren, erklärte eine Alibaba-Sprecherin. Der Dienst soll demnach künftig von der weit verbreiteten Alibaba-App für den Onlinehandel, Mobile Taobao, unterstützt werden. Auch soll es einfacher werden, den zu Alibaba gehörenden Zahlungsdienst Alipay für Bestellungen über Ele.me zu benutzen. Zugleich soll Ele.me die Logistik des Lieferdienstes Koubei verbessern.

Alibaba, bisher vor allem im Onlinehandel aktiv, arbeitet seit Längerem daran, sich breiter aufzustellen. Dafür kauft der Konzern kräftig zu.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab