Aldi Nord und Aldi Süd wollen Kräfte bündeln - aber keine Fusion

Düsseldorf/Essen/Mülheim (APA/Reuters/dpa) - Die deutschen Diskonter Aldi Süd und Aldi Nord wollen ihre Zusammenarbeit im Einkauf und Marketing in Deutschland ausbauen. Die beiden Ketten arbeiteten "kontinuierlich an einer Optimierung dieser seit jeher gepflegten und etablierten Kooperation", teilten Aldi Süd und Aldi Nord am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Eine Fusion sei aber nicht geplant.

Die Diskonter reagierten damit auf einen Bericht des "manager magazin". Danach prüfen Aldi Süd, in Österreich Mutter der Diskontkette Hofer, und Aldi Nord eine Zusammenlegung des Einkaufs und mehrerer anderer Bereiche. Im ersten Schritt sollen bestimmte Waren gemeinsam beschafft werden, danach könne eine gesellschaftsrechtliche Verflechtung der Einkaufsabteilungen erfolgen.

Die Kooperation könnte aber noch weiter gehen: Selbst eine gesellschaftsrechtliche Verschmelzung der beiden Unternehmen zu einem Konzern werde nicht ausgeschlossen, berichtete das Blatt. Im Protokoll einer Sitzung hochrangiger Aldi-Manager heiße es etwa: "Perspektivisch sollte dann auch über weitere organisatorische Schritte der Kooperation nachgedacht werden."

Pläne für einen Zusammenschluss dementierten die beiden Ketten indes entschieden: "Eine Fusion ist weder aus der Kooperation folgend noch aus sonstigen Überlegungen geplant oder beabsichtigt", teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Aus der Zusammenarbeit folge auch keine Reduzierung des Personalbedarfs. Vielmehr benötigten beide Unternehmen angesichts ihres Wachstums weiterhin Fachkräfte. Aldi Süd beschäftigt in Deutschland mehr als 43.000 Menschen, bei Aldi Nord sind es über 35.000 Mitarbeiter.

Die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht hatten 1961 ihr gemeinsames Unternehmen in zwei selbstständige Firmen - Aldi Nord und Aldi Süd - aufgeteilt. Der Aldi-Äquator, der die beiden Diskont-Imperien trennt, verläuft quer durch Deutschland vom Niederrhein über Hessen an der bayerisch-thüringischen Grenze entlang bis zum Süden Sachsens. Das deutsche Bundeskartellamt bewertet Aldi Nord und Aldi Süd aufgrund der gemeinsamen historischen Vergangenheit und der nach wie vor unangetasteten Gebietsaufteilung schon heute als "verbundene Unternehmen".

Wien (APA) - Der frühere Obmann des Rings freiheitlicher Studenten (RFS), Alexander Schierhuber, wird per 1. Juni einer von vier Geschäftsführern der Breitspur Planungsgesellschaft mbH. Einen entsprechenden Online-Bericht der "Presse" bestätigte das von Norbert Hofer (FPÖ) geführte Infrastrukturministerium auf APA-Anfrage. Schierhuber ist schlagender Burschenschafter beim Akademischen Corps Saxonia zu Wien.
 

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Ex-RFS-Chef Schierhuber wird Breitspurbahnplanungs-Geschäftsführer

Auburn Hills (Michigan) (APA/dpa) - Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen am Freitag in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.
 

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Softwareprobleme: Fiat Chrysler ruft in den USA 4,8 Mio. Autos zurück

Brüssel (APA/dpa) - In Europa gelten seit Freitag einheitliche Datenschutzregeln. Nach zweijähriger Übergangsfrist ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in allen 28 EU-Staaten in Kraft getreten. Sie setze "einen weltweiten Datenschutz-Standard, und darauf können wir alle stolz sein", sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourová am Freitag in Brüssel. "Sie bringt konkreten Nutzen für Bürger ebenso wie für Unternehmen."
 

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DSGVO verbessert Datenschutz - Erste Beschwerden gegen US-Konzerne