AKW Dukovany - Steigender Druck von EU auf Prag erwartet

Prag (APA) - Laut der Chefin der tschechischen Atombehörde (SUJB), Dana Drabova, werden sich tschechische Regierungen in den kommenden zehn Jahren mit einem steigenden Druck der EU in Bezug auf eine frühere Abschaltung des AKWs Dukovany auseinandersetzen müssen.

Es gebe eine allgemeine Tendenz, die Atomblöcke nach 40 Betriebsjahren abzuschalten. Im Falle von Dukovany würde dies eine Abschaltung zehn Jahre früher als geplant bedeuten, so Drabova laut Zeitungsberichten vom Dienstag.

"Es gibt einen stärker werdenden Druck, die Betriebszeit der (Atom)kraftwerke auf 40 Jahre zu beschränken. Das bedeutet, dass auf unsere politischen Repräsentanten, egal welche, irgendwann rund um das Jahr 2023 eine große Schlacht um ein weiteres Betriebsjahrzehnt wartet", sagte Drabova auf einem Forum in Prag.

Der erste von vier Blöcken in Dukovany war 1985 in Betrieb genommen worden, der vierte dann 1987. Laut bisherigen Äußerungen des Tschechischen Energiekonzerns (CEZ) wird mit der Abschaltung der Blöcke in Dukovany erst in den Jahren 2035 bis 2037 gerechnet. Das Kraftwerk deckt mit der Gesamtleistung von 2.040 Megawatt etwa ein Fünftel des Stromverbrauchs in Tschechien.

Die SUJB hatte 2016 und 2017 die offizielle Betriebsgenehmigung für alle vier Blöcke in Dukovany ohne Zeitbeschränkung erneuert. Gleichzeitig wird über den Bau zumindest eines neuen Reaktorblocks in Dukovany geredet. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen, weil die Finanzierung des Projektes nicht geklärt ist.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los