Aktionärsstreit bei BWT stoppt Börseabgang

Wien - Wegen des Widerstands einiger Aktionäre gegen das Delisting des Wasseraufbereiters BWT ist der ganze Plan für einen Börsenrückzug vorerst ins Stocken geraten. Das Unternehmen sprach am Mittwoch von einer gerichtlichen Unterbrechung. Für 2015 gibt es für die Anleger weniger Dividende. Außerdem wurde der Markt auf ein "erhebliches Ertragsrisiko" durch die vorjährige Russland-Akquisition eingestellt.

2015 hatte BWT die Mehrheit an der russischen Mettem Technologies (Wasserfilter der Marke "Barrier") gekauft. Diese Übernahme werde zwar den Konzernumsatz steigern, so die BWT am Mittwoch in der Mitteilung zum Ergebnis 2015 zum Ausblick. In Russland ist die Wirtschaftslage aber schwierig, was Währungsrisiken bedeute.

In Österreich streitet sich BWT mit Aktionären, die sich am Vorgehen des geplanten Börserückzugs stoßen. Der Haupteigentümer will dies mit der Fusion mit der nicht notierten BWT Holding bewerkstelligen. In einer ad-hoc-Mitteilung hieß es heute, die bei der letzten Hauptversammlung beschlossene Verschmelzung der BWT AG mit der Tochtergesellschaft BWT Holding AG und das damit einhergehende Delisting der BWT-Aktie von der Wiener Börse "wurde vom zuständigen Landesgericht Wels, mit Hinweis auf laufende Anfechtungsverfahren bis zur Entscheidung derselben, unterbrochen".

Das Geschäftsjahr 2015 hat einen Ergebniseinbruch gebracht, u.a. wegen Abwertungen und höherer Abschreibungen, auch von Firmenwerten. Die Abschreibungen kosteten knapp 30 Mio. Euro. Das Konzern-Ebit ging deshalb um 25 Prozent auf 19,3 Mio. Euro zurück. Durch ein bessere Finanzergebnis konnte ein Teil des Ergebnisrückganges kompensiert werden, der Konzerngewinn vor Minderheiten lag mit 8,9 Mio. Euro um 15,2 Prozent unter Vorjahr.

Der Hauptversammlung wird nun für 2015 eine Dividende von 20 Cent je Aktie vorgeschlagen, teilte die Firma mit.

Für das Jahr 2014 hatte es 28 Cent je Aktie gegeben. Zu der Entscheidung war die Firma allerdings erst im Sommer gekommen: Ursprünglich waren nur 10 Cent angekündigt gewesen.

Unter anderem dank des russischen Zukaufs ist 2015 der Umsatz gewachsen. Die BWT-Gruppe hat ihre Erlöse um insgesamt 5,9 Prozent auf 535,3 Mio. Euro gesteigert. Rund 2,5 Prozent Umsatzplus kamen von der neu dazugestoßenen russischen Mettem sowie durch Franken-Währungsgewinne.

Zum Stichtag Ende 2015 hatte BWT konzernweit 3276 (2014: 2587) Beschäftigte (in Vollzeit gerechnet). Auch dieser Anstieg kam zum Teil wegen der Russland-Akquisition zustande.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los