Aktion 20.000 - Lob von europäischen Sozialdemokraten

Wien (APA) - In Wien hat am Donnerstag eine europäische Fachkonferenz zum Austausch über Beschäftigungsprojekte wie der heimischen Aktion 20.000 stattgefunden - Motto: "Back to work, now!". Insgesamt 23 Projekte aus Italien, Belgien, Frankreich, Schweden Polen und Deutschland wurden neben der Austro-Aktion, durch die ältere Langzeitarbeitslose wieder zurück in die Arbeitswelt gelangen sollen, präsentiert.

Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) betonte in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Rania Antonopoulos (Syriza), der griechischen Vizeministerin für Arbeit, Nicolas Schmit, dem sozialdemokratischen Minister für Arbeit in Luxemburg, und Irene Wennemo, der ebenso sozialdemokratischen schwedischen Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, dass die derzeit sinkenden Arbeitslosenzahlen zeigen würden, wie man mit politischen Mitteln das Thema Arbeitslosigkeit erfolgreich angehen könne.

"Die europäische Wirtschaft erholt sich. Jetzt geht es darum, dass der Aufschwung bei allen ankommt", sagte der wahlkämpfende Stöger laut einer SPÖ-Aussendung. Schmit erklärte: "Ich denke, dass die Aktion 20.000 extrem wichtig ist, weil Langzeitarbeitslosigkeit selbst in Ländern, die eigentlich kein fundamentales wirtschaftliches Problem haben, zur sozialen Falle geworden ist." Auch die Griechin Antonopoulos bezeichnete die Aktion als "Vorbild für andere Staaten".

An der Konferenz nahmen insgesamt rund 150 Experten teil. Mitveranstalter war das "Innovation in Politics Institute. Die Aktion 20.000 läuft seit 1. Juli als Pilotprojekt in verschiedenen Regionen und soll mit Neujahr auf ganz Österreich ausgerollt werden. Vorgesehen ist, mit bis zu 778 Mio. Euro bis 30. Juni 2019 die Schaffung von Arbeitsplätzen für über 50-Jährige Langzeitarbeitslose zu fördern.

Knapp tausend Stellen wurden an ehemals Langzeitarbeitslose in Gemeinden, im gemeindenahen Bereich und in gemeinnützigen Organisationen bisher vergeben, weitere mehr als tausend weitere Stellen ans AMS gemeldet. Vertreter der ÖVP-dominierten Wirtschaftskammer kritisierten mehrmals, dass die Privatwirtschaft von der Aktion ausgeschlossen sei.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro