Aktion 20.000 - Arbeiterkammer und Gewerkschaft für Fortführung

Wien (APA) - Arbeiterkammer und Gewerkschaft fordern den Erhalt der Aktion 20.000 und lehnen den Vorstoß von AMS-Chef Johannes Kopf zu deren Reduzierung ab. Auch die Abschaffung der Notstandshilfe, über die Kopf laut nachgedacht hat, lehnen beide Organisationen ab. Dafür sind sie über einen Rückbau des Beschäftigungsbonus gesprächsbereit, wie sie in Aussendungen schreiben.

Die Aktion 20.000 soll 20.000 Langzeitarbeitslosen Jobs in Gemeinden verschaffen. "Ältere Langzeitarbeitslose können kaum von der verbesserten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren", schreibt die Arbeiterkammer. Ihre Zahl steige. Für die Betroffenen sei deshalb eine intensive Förderung weiter dringend notwendig. Ähnlich sieht dies Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB: "Wenn man diesen Menschen eine letzte Chance auf dem Arbeitsmarkt geben will, muss man direkt die Beschäftigung fördern".

Die Abschaffung der Notstandshilfe und ihr Ersatz durch die Mindestsicherung würde die Einkommenssituation von derzeit mehr als 160.000 Arbeitslosen und ihren Familien dramatisch verschlechtern, meint die AK. Da die Mindestsicherung keine Pensionsversicherung beinhalte, würde die Gefahr von Armut im Alter steigen. Außerdem würde diese Veränderung bedeuten, "dass bereits nach wenigen Monaten Arbeitslosigkeit die Betroffenen zur Verwertung ihrer Vermögen gezwungen wären", schreibt Alice Kundtner, stellvertretende Direktorin und Bereichsleiterin für Soziales in der AK Wien. Auch Achitz verweist darauf, dass damit eine Versicherungsleistung durch eine staatliche Sozialleistung ersetzt würde. "Diese Hartz-IV-Einführung durch die Hintertüre kommt aus Sicht des ÖGB nicht in Frage".

Auf der gleichen Linie liegen arbeit plus, das österreichweite Netzwerk von 200 gemeinnützigen Sozialen Unternehmen sowie AUGE/UG - die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen.

Offen sind ÖGB und AK hingegen für eine Abschaffung des Beschäftigungsbonus, der die Übernahme eines Teils der Lohnnebenkosten für neue Jobs vorsieht.

NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker wiederum unterstützt die Vorschläge von Kopf zur Reduzierung von Aktion 20.000 und Beschäftigungsbonus. "Wir NEOS kritisieren die beiden Programme seit ihrem Bestehen. Dass unsere Kritik nun von einem anerkannten Experten bestätigt wird, bewirkt nun hoffentlich endlich ein Umdenken bei den Verantwortlichen".

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen