Aktie von GoPro nach schwachem Quartal abgestürzt

Der Glauben an die Performance des Action-Kamerahersteller GoPro ist enden wollend. In der Führungsetage geht ein Top-Manager von Bord. Die Aktie verlor nach Börseschluss rund 25 Prozent an Wert.

San Mateo (Kalifornnien/USA). Die Anleger haben den Glauben an den Kamera-Anbieter GoPro verloren. Ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft scheint ihre Sorgen zu bestätigen. Zudem geht auch noch ein wichtiger Manager von Bord.

Der Actionkamera-Spezialist GoPro hat nach einem schwachen Quartal einen deutlichen Stellenabbau angekündigt, die Aktie brach daraufhin ein. Das Papier verlor im nachbörslichen Handel am Mittwoch rund ein Viertel seines Werts. GoPro gab zuvor überraschend den Umsatz für das Weihnachtsquartal bekannt - und verfehlte dabei deutlich die Erwartungen der Börsianer. Die Firma aus Kalifornien rechnet mit Erlösen von 435 Millionen Dollar (400 Mio. Euro). Analysten hatten über 500 Millionen Dollar erwartet.

GoPro erklärte, vor allem in der ersten Hälfte des Quartals seien die Verkäufe der Kameras unter den Erwartungen geblieben. Der Umsatz werde auch von Belastungen wegen einer Preissenkung beim neuen Modell Hero4 Session gedrückt. GoPro halbierte den Preis nach einem schwachen Verkaufsstart auf 199 Dollar.

Nun sollen sieben Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden. Zuletzt habe GoPro mehr als 1500 Mitarbeiter gehabt, der Abbau dürfte also gut 100 von ihnen treffen. Die Abfertigungen werden im laufenden Vierteljahr voraussichtlich Kosten von fünf bis zehn Millionen Dollar verursachen. Die Firma hatte in den vergangenen beiden Jahren die Mitarbeiterzahl um jeweils 50 Prozent erhöht.

GoPro ist ein Pionier im Geschäft mit Actionkameras. Die Firma entstand aus einem Hobby von Gründer Nick Woodman, der als Surfer erste Prototypen für sich selber bastelte. Er traf einen Nerv bei Sportlern und Abenteurern, GoPro wurde international erfolgreich und legte im Juni 2014 einen starken Börsengang hin. Die Aktie wenige Monate danach einen Höhepunkt bei rund 90 Dollar.

Doch Investoren zweifeln schon seit einiger Zeit an den geschäftlichen Aussichten angesichts zunehmender Konkurrenz. In den vergangenen zwölf Monaten verlor die Aktie rund drei Viertel ihres Werts und notierte zuletzt im regulären Handel mit 14,61 Dollar deutlich unter dem Ausgabepreis von 24 Dollar. Nachbörslich verlor die Aktie fast 25 Prozent an Kurswert. Die Papiere rutschten notierten auf rund elf Dollar ab. GoPro wäre damit noch etwa 1,5 Milliarden Dollar wert.

Einige Analysten sind der Ansicht, dass GoPro sein Marktpotenzial weitgehend ausgeschöpft haben könnte - mit anderen Worten, dass die meisten Leute, die eine solche Kamera haben wollen, sich inzwischen schon eine gekauft haben. Woodman will das Geschäft mit Hilfe von 360-Grad-Videos und dem Verkauf von Inhalten ausbauen. Der Manager Zander Lurie, der das Unterhaltungs-Geschäft entwickeln sollte, wechselte jetzt jedoch in den Chefsessel beim Online-Umfragen-Anbieter SurveyMonkey.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht