AK-Kritik an Versicherungen: Zu oft Auto-Totalschaden attestiert

Die Arbeiterkammer OÖ kritisiert, dass Versicherungen bei Verkehrsunfällen mit älteren Gebrauchtwagen zu schnell einen Totalschaden attestieren. Dabei wäre eine Reparatur oft sowohl ökologisch als auch für den Verbraucher wirtschaftlich sinnvoller. Georg Rathwallner, Leiter der Konsumenteninformation, appellierte am Mittwoch an die Versicherer, diese "konsumentenfeindliche" Regelung abzustellen.

Wenn die voraussichtlichen Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um mehr als zehn Prozent übersteigen, wird in Österreich ein Totalschaden angenommen. Dann würden die meisten Versicherungen dem Geschädigten nur den Marktwert des Autos auszahlen, kritisierte Rathwallner. Damit sparen sie Geld, denn ohne Titulierung als "Totalschaden" müssten sie Reparaturkosten bis zu 110 Prozent des Wertes ersetzen. Geschädigte mit einem sehr niedrigen Einkommen könnten sich durch diese Regelung aber oft kein neues Fahrzeug leisten, so Rathwallner.

Er verweist darauf, dass die Regelung in Deutschland konsumentenfreundlicher sei: Dort dürfen die Reparaturkosten den Wert des Fahrzeugs um 30 Prozent übersteigen. Zudem werde in Deutschland der Sachverständige, der darüber urteilt, von der Versicherung des Geschädigten beauftragt - in Österreich hingegen von der des Schädigers.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte