AK-Konsumentenberatung-Bilanz: 2017 gab es 334.000 Anfragen

Wien (APA) - Im vergangenen Jahr haben 334.000 Österreicher Hilfe bei der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer gesucht. Dauerbrenner waren Fragen zum Wohnrecht. Fast jede vierte Anfrage in Österreich betraf dieses Thema, in Wien mehr als ein Drittel. Oft ging es um die Miethöhe, um Streit um die Kaution und die Frage, wer für Reparaturen aufkommen muss, sowie um Beschwerden über Makler, gab die AK bekannt.

Ärger gab es auch mit Banken und Versicherungen (rund 19 Prozent), wobei die Beschwerden rund um Bankdienstleistungen deutlich überwogen. Am häufigsten suchten Konsumenten Rat und Hilfe rund um das Thema Kredite und Zahlungsverkehr. Bei den Kreditanfragen ging es oft um die Berücksichtigung von Negativzinsen bei der Zinssatzfestlegung. Die Hauptprobleme im Zusammenhang mit Versicherungen waren Deckungsablehnungen im Schadensfall sowie Fragen zur Kündigung der Lebensversicherung und Prämienerhöhungen.

16 Prozent der Anfragen betrafen Probleme beim Einkaufen. Beanstandet wurden vor allem Lieferverzögerungen, nicht akzeptierte Rücktrittsrechte beim Einkauf im Internet oder außerhalb von Geschäftsräumen sowie mangelhafte Waren. Konsumenten mussten sich laut AK den Verfall von Gutscheinen oder mehrmalige Reparaturen im Rahmen der Gewährleistung gefallen lassen. Außerdem verweisen Händler bei Geltendmachung der Gewährleistung gerne an den Hersteller, anstatt selbst die ihnen obliegenden gesetzlichen Pflichten zu erfüllen.

Beschwerden über Dienstleistungen machten im vergangenen Jahr zwölf Prozent aus. So gab es Probleme mit Handwerkern, Partnervermittlungen, Kfz-Reparaturen und beim Bauen. Die Konsumenten regten sich etwa über überschrittene Kostenvoranschläge, vermeintlich automatische Vertragsverlängerungen und mangelhafte Leistungen auf. Abzocke war auch ein Thema, etwa bei Schlüssel- und Installationsnotdiensten.

Telefonanbieter brachten mehr als neun Prozent der Ratsuchenden in Aufruhr. Betroffene mussten sich zum Beispiel mit Kündigungsfristen von einem Vierteljahr herumschlagen, obwohl sie nach einer oberstgerichtlichen Entscheidung bloß eine Kündigungsfrist von einem Monat einhalten müssen.

Im vergangenen Jahr wurden von der AK auch wieder gesetzes- bzw. sittenwidrige Klauseln bei Allgemeine Geschäftsbedingungen von Unternehmen eingeklagt. Die Klagen richteten sich gegen Unternehmen aller Branchen, etwa Banken, Versicherungen, Telekomunternehmen, Immobilienmakler und Fitnesscenter. Die AK führte auch Musterverfahren in Einzelfällen sowie bei Verstößen gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. 2017 gab es für erfolgreiche Urteile, etwa bei Handyverträgen, Krediten oder Flügen, rund 11,6 Millionen Euro konnten für Konsumenten zurückgeholt werden.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker